James Webb Weltraumteleskop am Ziel

James Webb Weltraumteleskop am Ziel



Physik-News vom 24.01.2022

Die Wissenschaft kann möglicherweise bald erforschen, wie das Universum seinen Anfang nahm, denn das neue Weltraumteleskop James Webb hat seine Endposition erreicht. Es wurde ab 1996 als gemeinsames Projekt der Weltraumagenturen NASA, ESA und CSA entwickelt und ist nach dem früheren NASA-Administrator James Edwin Webb benannt.

Das James Webb Space Telescope oder JWST, so eine Abkürzung, kann als wissenschaftlicher Nachfolger vom (noch aktiven) Hubble-Weltraumteleskop gesehen werden, aufgrund des hauptsächlich verwendeten Infrarotbereichs ist es auch der Nachfolger vom Spitzer-Weltraumteleskop, welches 2020 endgültig abgeschaltet wurde. Das JWST ist am etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Lagrange-Punkt L2 (von Erde und Sonne) angekommen und soll in einer Umlaufbahn um diesen Punkt seine Aufgaben erfüllen (Siehe Lagrange-Punkte).

Eine künstlerische Illustration vom James Webb Weltraumteleskop

Das JWST hat vier wissenschaftliche Hauptaufgaben:

  • Die Suche nach den ersten leuchtenden Objekten und Galaxien, die nach dem Urknall und dem darauf folgenden dunklen Zeitalter vor 13,5 Milliarden Jahren entstanden sind.
  • Verbesserung des Verständnisses der Strukturbildungsprozesse im Universum.
  • Die Untersuchung der Entstehung – und Weiterentwicklung – von Galaxien, Schwarzen Löchern, Sternen und Planetensystemen, insbesondere die Erforschung von protoplanetarischen Scheiben.
  • Untersuchung von Exoplaneten, ihrer Atmosphäre und etwaigen Eignung für Leben.

Die Lagrange-Punkte.

Blick in die Vergangenheit

Wenn alles klappt, da sind sich alle beteiligten Wissenschaftler einig, wird es völlig neue Erkenntnisse für die Astronomie geben, denn der Blick des Infrarot-Teleskops reicht weit zurück in die Vergangenheit: bis zur Geburt der ersten Sterne und Galaxien kurz nach dem Urknall vor über 13,5 Milliarden Jahren.



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