Das Jamin-Interferometer ist ein Interferometer, das 1856 von Jules Célestin Jamin erfunden wurde.[1][2] Es erlaubt die sehr genaue Messung des Brechungsindex chemischer Stoffe, wobei der Brechungsindex n als Verhältnis der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum zur Lichtgeschwindigkeit im Medium definiert ist,
Wird in einen Lichtweg des Interferometers durchsichtige Materie eingebracht, so reduziert sich dort die Lichtgeschwindigkeit, und die Laufzeiten zwischen beiden Lichtwegen unterscheiden sich. Um die Abhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit eines Gases vom Druck zu bestimmen, wird ein transparentes Druckgefäß in einen der Lichtwege des Interferometers eingebracht. Mit steigendem Druck tritt nun eine gut messbare Phasenverschiebung auf.