German Young Physicists’ Tournament
Das German Young Physicists’ Tournament (GYPT)[1][2] ist ein bundesweiter Physik-Wettbewerb, bei dem Teams gegeneinander antreten und ihre Lösung zu vorgegebenen, physikalischen Problemen auf Englisch präsentieren.[3] Anschließend muss die eigene Lösung und Bearbeitung in einer zeitlich begrenzten Diskussion gegen ein gegnerisches Team verteidigt werden.
Das GYPT ist der nationale Abkömmling des International Young Physicists’ Tournament (IYPT), auf dessen Basis die Workshop-Teilnehmer für das deutsche IYPT-Team ermittelt werden und aus diesem letztendlich die Vertretung am jeweiligen Internationalen Turnier. Im Vorfeld des Turniers erhalten die Schüler Betreuung und Unterstützung an einem der deutschlandweiten GYPT-Zentren.[4]
Geschichte und Organisation
Seit dem Jahr 2014 wird das GYPT in Deutschland jährlich durchgeführt. Träger und Organisator sind das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.[5]
Das Turnier
Ablauf und Dauer sind deutlich abgespeckt im Vergleich zum IYPT. Vom internationalen Physics-Fight wurden der Report und die Opposition übernommen. Bepunktet werden die Teilnehmer wie beim IYPT von einer mehrköpfigen Jury bestehend Wissenschaftlern, Lehrern, Studenten und ehemaligen Teilnehmern. Üblicherweise findet das GYPT an einem Wochenende statt, während die Fights am Samstag und das Finale Sonntags ausgetragen wird. Die drei besten Teams (Punkte der Einzelteilnehmer jeweils gemittelt) treten im Finale gegeneinander um den Titel des Deutschen Physik-Meisters[6] an. Separat zum Teamwettbewerb werden die besten 10 Teilnehmer ermittelt und zu einem Workshop eingeladen. Dort wird unter Anleitung ausgewählter Betreuer an neuen Projekten gearbeitet und die Schüler auf physikalisches Wissen, Teamfähigkeit und Kommunikation begutachtet. Die besten fünf fahren anschließend zum IYPT, während die anderen fünf zum Austrian Young Physicists’ Tournament fahren. Dieses Turnier konnte bei der ersten Teilnahme im Jahr 2015 gewonnen werden.[7] Im Jahr darauf konnte dieser Titel verteidigt werden. [8] Das komplette Regelwerk und Ablauf lässt sich auf der Website finden.[9]
Geschichte
Im Jahr 2014 fand das Turnier am Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel und 2015 am Josef-Effner-Gymnasium Dachau[10] statt. Die Finalteilnehmer und Workshopteilnehmer durften im Januar 2016 als Preis das CERN besuchen [11]. Das 3. GYPT 2016 am Physikzentrum Bad Honnef war mit 86 Teilnehmern bislang das größte seiner Art [12]. Die Gewinnermannschaft kam aus Ulm.
Aufgabenstellungen
Bei den 17 Problemen handelt es sich um dieselben wie die für das IYPT. Für das GYPT sucht sich jeder Teilnehmer ein Problem aus, welches er am Turnier präsentieren wird. Für die Diskussion treten die Teams zufällig gegeneinander an, sodass erst am Abend vor dem Turnier bekanntgegeben wird, welches Team welches Problem opponieren muss.
Teams
Die Schüler schließen sich üblicherweise im Vorfeld zu Teams aus zwei oder drei Personen zusammen, jedoch werden auch Einzelteilnehmer akzeptiert, welche vor Ort zu Teams gesteckt werden. Das Alter der Teilnehmer ist aufgrund der komplexen Probleme und der Präsentation auf Englisch im Bereich von 15 bis 18 Jahren. Jedoch gab es auch Teilnehmer die deutlich jünger und erfolgreich teilgenommen haben.[13] Im ersten Jahr haben etwa 50 und im Jahr 2015 35 Schüler teilgenommen.[14]
Weblinks
Siehe auch
- Austrian Young Physicists’ Tournament (ähnlicher Wettbewerb in Österreich)
Einzelnachweise
- ↑ Offizielle Website des German Young Physicists’ Tournament
- ↑ Offizieller Facebook Auftritt des German Young Physicists’ Tournament
- ↑ Offizieller Link des IYPT zu den Problemen
- ↑ GYPT-Zentren
- ↑ Stellungnahme von der DPG zum GYPT
- ↑ Offizielle Pressemeldung GYPT Finale 2015
- ↑ Pressemitteilung zum Sieg von Deutschland beim AYPT
- ↑ Pressemeldungen zum AYPT Sieg 2016
- ↑ Offizielles Regelwerk des GYPT
- ↑ Pressemitteilung des Josef-Effner-Gymnasiums Dachau zum GYPT 2015
- ↑ Bericht auf der Homepage der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
- ↑ Pressemeldung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
- ↑ Rainer Reichle: Ulmer SFZ-Schüler gewinnen die Österreichischen Physik-Meisterschaften. Robert-Bosch-Gymnasium Langenau, Mai 2015, archiviert vom Original am 2. Oktober 2015; abgerufen am 31. Juli 2016.
- ↑ Pressemitteilung des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg zum 2. GYPT