Christian Samuel Weiss: Unterschied zwischen den Versionen
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- Kristallograph
- Mineraloge
- Corpsstudent (18. Jahrhundert)
- Physiker (19. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Universität Leipzig)
- Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)
- Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
- Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften
- Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)
- Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin)
- Deutscher
- Geboren 1780
- Gestorben 1856
- Mann
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Christian Samuel Weiss war ein Sohn des Leipziger Theologen Christian Samuel Weiß (1738–1805) und seiner Ehefrau Christiana Johanna Schmidt (* 1748).<ref>[http://www.epoche-napoleon.net/bio/w/weiss01.html Christian Samuel Weiß d. Ä.]</ref> | Christian Samuel Weiss war ein Sohn des Leipziger Theologen Christian Samuel Weiß (1738–1805) und seiner Ehefrau Christiana Johanna Schmidt (* 1748).<ref>[http://www.epoche-napoleon.net/bio/w/weiss01.html Christian Samuel Weiß d. Ä.]</ref> | ||
Er studierte an der [[Universität Leipzig]] und der [[Technische Universität Bergakademie Freiberg|Bergakademie Freiberg]]. Dort schloss er sich 1802 der ''Erzgebirgischen Landsmannschaft'' an, die 1821 zum [[Corps Saxo-Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen|Corps Montania]] wurde.<ref>''Corps Montania Freiberg/Sachsen'', in: ''Chronik der Saxo-Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen'', Teil I, S. 37–40, Nr. 17</ref> 1803 in Leipzig [[Habilitation|habilitiert]], wurde er dort 1808 auf den [[Lehrstuhl]] für [[Physik]] berufen. 1810 erhielt er an der neuen [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] eine Professur für [[Mineralogie]]. Hier baute er den [[Mathematik|mathematischen]] Zweig der Mineralogie nach einer sehr naturgemäßen Methode aus. Er machte sie zur Grundlage des [[Kristall]]aufbaus. Hierzu definierte er [[Kristallsystem]]e; die erste Arbeit in dieser Richtung war ''Ueber die natürlichen Abteilungen der Krystallisationssysteme'' ( | Er studierte an der [[Universität Leipzig]] und der [[Technische Universität Bergakademie Freiberg|Bergakademie Freiberg]]. Dort schloss er sich 1802 der ''Erzgebirgischen Landsmannschaft'' an, die 1821 zum [[Corps Saxo-Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen|Corps Montania]] wurde.<ref>''Corps Montania Freiberg/Sachsen'', in: ''Chronik der Saxo-Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen'', Teil I, S. 37–40, Nr. 17</ref> 1803 in Leipzig [[Habilitation|habilitiert]], wurde er dort 1808 auf den [[Lehrstuhl]] für [[Physik]] berufen. 1810 erhielt er an der neuen [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] eine Professur für [[Mineralogie]]. Hier baute er den [[Mathematik|mathematischen]] Zweig der Mineralogie nach einer sehr naturgemäßen Methode aus. Er machte sie zur Grundlage des [[Kristall]]aufbaus. Hierzu definierte er [[Kristallsystem]]e; die erste Arbeit, verlesen am 15. Dezember 1815 in der Akademie Berlin, in dieser Richtung war ''Ueber die natürlichen Abteilungen der Krystallisationssysteme'' (gedruckt 1818 siehe Groth). | ||
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* [[Paul Heinrich von Groth]]: ''Entwicklungsgeschichte der Mineralogischen Wissenschaften.'' Berlin 1926, S. 66 | |||
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Aktuelle Version vom 8. Februar 2020, 09:30 Uhr

Christian Samuel Weiss (* 26. Februar 1780 in Leipzig; † 1. Oktober 1856 bei Eger (Böhmen)) war ein deutscher Mineraloge. Als Begründer der geometrischen Kristallographie stellte er das Rationalitätsgesetz auf.
Leben
Christian Samuel Weiss war ein Sohn des Leipziger Theologen Christian Samuel Weiß (1738–1805) und seiner Ehefrau Christiana Johanna Schmidt (* 1748).[1]
Er studierte an der Universität Leipzig und der Bergakademie Freiberg. Dort schloss er sich 1802 der Erzgebirgischen Landsmannschaft an, die 1821 zum Corps Montania wurde.[2] 1803 in Leipzig habilitiert, wurde er dort 1808 auf den Lehrstuhl für Physik berufen. 1810 erhielt er an der neuen Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin eine Professur für Mineralogie. Hier baute er den mathematischen Zweig der Mineralogie nach einer sehr naturgemäßen Methode aus. Er machte sie zur Grundlage des Kristallaufbaus. Hierzu definierte er Kristallsysteme; die erste Arbeit, verlesen am 15. Dezember 1815 in der Akademie Berlin, in dieser Richtung war Ueber die natürlichen Abteilungen der Krystallisationssysteme (gedruckt 1818 siehe Groth).
Christian Samuel Weiss starb auf einer Reise nach Eger in Böhmen. Der Geologe und Phytopaläontologe Christian Ernst Weiß war ein Neffe.
Ehrungen

- Korrespondierendes Mitglied (1803) und auswärtiges Mitglied (1808) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften[3]
- Ordentliches Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften (1815)
- Wahl in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (1818)[4]
- 1853 wurde er in den Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen.
Literatur
- Carl Schiffner: Aus dem Leben alter Freiberger Bergstudenten. Band 1, Mauckisch, Freiberg 1935, S. 24–25.
- Paul Heinrich von Groth: Entwicklungsgeschichte der Mineralogischen Wissenschaften. Berlin 1926, S. 66
- Carl Friedrich Philipp von Martius: Denkrede auf Christian Samuel Weiß, gehalten in der öffentlichen Sitzung der königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften am 28. November 1856. München 1856. doi:10.3931/e-rara-77152
Weblinks
- Christian Samuel Weiss im Mathematics Genealogy Project (englisch)
- Christian Samuel Weiss beim Theoretical Chemistry Genealogy Project
Einzelnachweise
- ↑ Christian Samuel Weiß d. Ä.
- ↑ Corps Montania Freiberg/Sachsen, in: Chronik der Saxo-Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen, Teil I, S. 37–40, Nr. 17
- ↑ Mitgliedseintrag von Christian Samuel Weiß (mit Bild) bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 9. Februar 2016.
- ↑ Mitgliedseintrag von Christian Samuel Weiss bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 9. Februar 2016.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weiss, Christian Samuel |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mineraloge und Kristallograph |
| GEBURTSDATUM | 26. Februar 1780 |
| GEBURTSORT | Leipzig |
| STERBEDATUM | 1. Oktober 1856 |
| STERBEORT | bei Eger |