Hartmut Löwen: Unterschied zwischen den Versionen

Hartmut Löwen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Hartmut Löwen''' (* [[23. Mai]] [[1963]] in [[Hamm]]) ist ein deutscher Physiker, der sich mit [[Statistische Mechanik|statistischer Mechanik]] und [[Weiche Materie|weicher Materie]] beschäftigt.
'''Hartmut Löwen''' (* [[23. Mai]] [[1963]] in [[Hamm]]) ist ein deutscher Physiker, der sich mit [[Statistische Mechanik|statistischer Mechanik]] und [[Weiche Materie|weicher Materie]] beschäftigt.


== Leben und Wirken ==
== Leben ==
 
Löwen studierte ab 1982 Physik, Mathematik und Chemie an der [[Technische Universität Dortmund|Universität Dortmund]], wo er 1986 sein Physik-Diplom machte und 1987 über Phasenübergänge in [[Polaron]]-Systemen bei [[Bernd Gerlach]] promoviert wurde (er wies teilweise mit Gerlach die Nicht-Existenz von Phasenübergängen für viele [[Phonon]]ensysteme und speziell  Polaron-Systeme<ref>B. Gerlach, H. Löwen: ''Proof of the nonexistence of formal phase transitions in polaron systems, exposed to a homogeneous magnetic field.'' In: ''Physica Scripta.'' Bd. 37, 1988, S. 925.</ref><ref>B. Gerlach, H. Löwen: ''Proof of the nonexistence of (formal) phase transitions in polaron systems.'' Teil 1,2, In: ''Physical Review.'' B, Bd. 35, 1987, S. 4291, 4297.</ref> nach, im Gegensatz zu dem, was vorher allgemein erwartet wurde). Danach war er als [[Post-Doc]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], wo er sich 1993 bei [[Herbert Wagner (Physiker)|Herbert Wagner]] habilitierte. 1990/91 war er an der [[École normale supérieure]] bei Jean-Pierre Hansen. Seit 1995 ist er Professor an der [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf]]. Er war unter anderem Gastprofessor an der [[University of Cambridge|Universität Cambridge]] und der [[Sapienza Universität von Rom|Universität La Sapienza]] in [[Rom]].
Löwen studierte ab 1982 Physik, Mathematik und Chemie an der [[Technische Universität Dortmund|Universität Dortmund]], wo er 1986 sein Physik-Diplom machte und 1987 über Phasenübergänge in [[Polaron]]-Systemen bei [[Bernd Gerlach]] promoviert wurde (er wies teilweise mit Gerlach die Nicht-Existenz von Phasenübergängen für viele [[Phonon]]ensysteme und speziell  Polaron-Systeme<ref>B. Gerlach, H. Löwen: ''Proof of the nonexistence of formal phase transitions in polaron systems, exposed to a homogeneous magnetic field.'' In: ''Physica Scripta.'' Bd. 37, 1988, S. 925.</ref><ref>B. Gerlach, H. Löwen: ''Proof of the nonexistence of (formal) phase transitions in polaron systems.'' Teil 1,2, In: ''Physical Review.'' B, Bd. 35, 1987, S. 4291, 4297.</ref> nach, im Gegensatz zu dem, was vorher allgemein erwartet wurde). Danach war er als [[Post-Doc]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], wo er sich 1993 bei [[Herbert Wagner (Physiker)|Herbert Wagner]] habilitierte. 1990/91 war er an der [[École normale supérieure]] bei Jean-Pierre Hansen. Seit 1995 ist er Professor an der [[Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf]]. Er war unter anderem Gastprofessor an der [[University of Cambridge|Universität Cambridge]] und der [[Sapienza Universität von Rom|Universität La Sapienza]] in [[Rom]].


Hartmut Löwens Beschäftigungsfelder sind [[statistische Physik]] [[kolloid]]aler [[Suspension (Chemie)|Suspensionen]], [[Polymerphysik]], Physik biologischer Makromoleküle wie [[Proteine]] und [[Desoxyribonukleinsäure|DNS]], [[Glasübergang]], Schmelzprozesse und [[Kristallwachstum]], [[Flüssigkristall|flüssige Kristalle]], [[Dichtefunktionaltheorie (Statistische Physik)|Dichtefunktionaltheorie]], [[Polaron]]-Systeme.<ref>mit B. Gerlach: ''Analytical properties of polaron systems or: do polaronic phase transitions exist or not?'' In: ''Reviews Modern Physics.'' Bd. 63, 1991, S. 63–90.</ref>
Hartmut Löwens Beschäftigungsfelder sind [[statistische Physik]] [[kolloid]]aler [[Suspension (Chemie)|Suspensionen]], [[Polymerphysik]], Physik biologischer Makromoleküle wie [[Proteine]] und [[Desoxyribonukleinsäure|DNS]], [[Glasübergang]], Schmelzprozesse und [[Kristallwachstum]], [[Flüssigkristall|flüssige Kristalle]], [[Dichtefunktionaltheorie (Statistische Physik)|Dichtefunktionaltheorie]], [[Polaron]]-Systeme.<ref>mit B. Gerlach: ''Analytical properties of polaron systems or: do polaronic phase transitions exist or not?'' In: ''Reviews Modern Physics.'' Bd. 63, 1991, S. 63–90.</ref>


1994 war er [[Heisenberg-Stipendium|Heisenberg-Stipendiat]] und erhielt den [[Gerhard-Hess-Preis]] der DFG. 2003 erhielt er den [[Gentner-Kastler-Preis]] und 2010 zusammen mit [[Gregor Morfill]] (Garching) einen [[ERC Advanced Grant]].<ref>[http://www.forschung.uni-duesseldorf.de/gefoerderte-projekte/wissenschaftspreise/externewissenschaftspreise/erc-advanced-grant.html ERC Advanced Grant]</ref>
1994 war er [[Heisenberg-Stipendium|Heisenberg-Stipendiat]] und erhielt den [[Gerhard-Hess-Preis]] der DFG. 2003 erhielt er den [[Gentner-Kastler-Preis]] und 2010 zusammen mit [[Gregor Morfill]] (Garching) einen [[ERC Advanced Grant]].<ref> {{Webarchiv|text=ERC Advanced Grant |url=http://www.forschung.uni-duesseldorf.de/gefoerderte-projekte/wissenschaftspreise/externewissenschaftspreise/erc-advanced-grant.html |wayback=20140201221123  }}</ref>


== Schriften ==
== Schriften ==
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* ''Was ist hart an der weichen Materie?'' In: ''Physik Journal''. 2003, Heft 7/8 (Rede zum Gentner-Kastler-Preis)
* ''Was ist hart an der weichen Materie?'' In: ''Physik Journal''. 2003, Heft 7/8 (Rede zum Gentner-Kastler-Preis)
* ''Computer Simulation of colloidal dispersions.'' (= Lecture Notes in Physics, Band 704). Springer Verlag, 2006, S. 139–161.
* ''Computer Simulation of colloidal dispersions.'' (= Lecture Notes in Physics, Band 704). Springer Verlag, 2006, S. 139–161.
* [http://www.uni-duesseldorf.de/home/Jahrbuch/2002/PDF/pagesloewen.pdf ''Weiche Materie- vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan.''] (pdf Datei 1,05 MB)
* [http://dup.oa.hhu.de/id/eprint/72 ''Weiche Materie- vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan.'']


== Weblinks ==
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Aktuelle Version vom 24. Juli 2021, 11:06 Uhr

Hartmut Löwen (* 23. Mai 1963 in Hamm) ist ein deutscher Physiker, der sich mit statistischer Mechanik und weicher Materie beschäftigt.

Leben

Löwen studierte ab 1982 Physik, Mathematik und Chemie an der Universität Dortmund, wo er 1986 sein Physik-Diplom machte und 1987 über Phasenübergänge in Polaron-Systemen bei Bernd Gerlach promoviert wurde (er wies teilweise mit Gerlach die Nicht-Existenz von Phasenübergängen für viele Phononensysteme und speziell Polaron-Systeme[1][2] nach, im Gegensatz zu dem, was vorher allgemein erwartet wurde). Danach war er als Post-Doc an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er sich 1993 bei Herbert Wagner habilitierte. 1990/91 war er an der École normale supérieure bei Jean-Pierre Hansen. Seit 1995 ist er Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er war unter anderem Gastprofessor an der Universität Cambridge und der Universität La Sapienza in Rom.

Hartmut Löwens Beschäftigungsfelder sind statistische Physik kolloidaler Suspensionen, Polymerphysik, Physik biologischer Makromoleküle wie Proteine und DNS, Glasübergang, Schmelzprozesse und Kristallwachstum, flüssige Kristalle, Dichtefunktionaltheorie, Polaron-Systeme.[3]

1994 war er Heisenberg-Stipendiat und erhielt den Gerhard-Hess-Preis der DFG. 2003 erhielt er den Gentner-Kastler-Preis und 2010 zusammen mit Gregor Morfill (Garching) einen ERC Advanced Grant.[4]

Schriften

  • Kolloide – auch für Physiker interessant? In: Physikalische Blätter. 1995, S. 165
  • Was ist hart an der weichen Materie? In: Physik Journal. 2003, Heft 7/8 (Rede zum Gentner-Kastler-Preis)
  • Computer Simulation of colloidal dispersions. (= Lecture Notes in Physics, Band 704). Springer Verlag, 2006, S. 139–161.
  • Weiche Materie- vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. B. Gerlach, H. Löwen: Proof of the nonexistence of formal phase transitions in polaron systems, exposed to a homogeneous magnetic field. In: Physica Scripta. Bd. 37, 1988, S. 925.
  2. B. Gerlach, H. Löwen: Proof of the nonexistence of (formal) phase transitions in polaron systems. Teil 1,2, In: Physical Review. B, Bd. 35, 1987, S. 4291, 4297.
  3. mit B. Gerlach: Analytical properties of polaron systems or: do polaronic phase transitions exist or not? In: Reviews Modern Physics. Bd. 63, 1991, S. 63–90.
  4. ERC Advanced Grant (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)

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