Gordon Pettengill: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Gordon Hemenway Pettengill''' (* [[10. Februar]] [[1926]] in [[Providence]]) ist ein US-amerikanischer [[Radioastronom]].
'''Gordon Hemenway Pettengill''' (* [[10. Februar]] [[1926]] in [[Providence]]; † [[8. Mai]] [[2021]] in [[Concord (Massachusetts)|Concord]], [[Massachusetts]])<ref>{{Internetquelle|url=http://concordfuneral.tributes.com/obituary/read/Gordon-Hemenway-Pettengill-108518457|titel=Obituary for Gordon Hemenway Pettengill|hrsg=Concord Funeral Home|abruf=2021-05-27|sprache=en}}</ref> war ein US-amerikanischer [[Radioastronom]].


Pettengill studierte Physik am [[MIT]] und an der [[University of California, Berkeley]], an der er promovierte, unterbrochen von Militärdienst in Europa während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Danach forschte er auf dem Gebiet der [[Radarastronomie]], wo er 1958 am [[Lincoln Laboratory]] das erste Echo von der [[Venus (Planet)|Venus]] empfangen konnte (Verbindung [[Erde-Venus-Erde]]).<ref>Price, R., Green, P. E., Jr., Goblick, T. J., Jr., Kingston, R. H., Kraft, L. G., Jr., Pettengill, G. H., Silver, R., and Smith, W. B.: ''Radar echoes from Venus.'' In: Science, 1959, 751-753.</ref>  
Pettengill studierte Physik am [[Massachusetts Institute of Technology|MIT]] und an der [[University of California, Berkeley]], an der er promovierte, unterbrochen von Militärdienst in Europa während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Danach forschte er auf dem Gebiet der [[Radarastronomie]], wo er 1958 am [[Lincoln Laboratory]] das erste Echo von der [[Venus (Planet)|Venus]] empfangen konnte (Verbindung [[Erde-Venus-Erde]]).<ref>Price, R., Green, P. E., Jr., Goblick, T. J., Jr., Kingston, R. H., Kraft, L. G., Jr., Pettengill, G. H., Silver, R., and Smith, W. B.: ''Radar echoes from Venus.'' In: Science, 1959, 751–753.</ref>


Pettengill war nach dem Zweiten Weltkrieg einer der ersten Astronomen, der das Radar in der Astronomie anwandte. Mit dem 1957 in Betrieb gegangenen Millstone Radar des MIT Lincoln Laboratory verfolgte er die Bahn des sowjetischen Sputnik Satelliten und machte 1961 erste Radarbeobachtungen der Venus. Die Untersuchung lieferte die bis dahin genauesten Entfernungswerte (Bestimmung der Astronomischen Einheit) im Sonnensystem. 1960 erstellte er eine Radar-Karte des Mondes. Mit dem Arecibo Teleskop gelang ihm Anfang der 1960er Jahre die Korrektur des überkommenen Wertes der Rotationsperiode des Merkur. Er war in der Folge ein Pionier der Radarstudien der Planeten, von Monden (wie den Galileischen Monden des Jupiter), Asteroiden (Icarus) und Kometen (Encke) sowie der Saturnringe. Er war an den Viking Sonden zum Mars beteiligt und ab Ende der 1970er Jahre an den Pioneer und Magellan Missionen zur Venus (mit Radarkartierung der Oberfläche).
Pettengill war nach dem Zweiten Weltkrieg einer der ersten Astronomen, die das Radar in der Astronomie anwandten. Mit dem 1957 in Betrieb gegangenen Millstone-Radar des MIT Lincoln Laboratory verfolgte er die Bahn des sowjetischen Sputnik-Satelliten und machte 1961 erste Radarbeobachtungen der Venus. Die Untersuchung lieferte die bis dahin genauesten Entfernungswerte (Bestimmung der Astronomischen Einheit) im Sonnensystem. 1960 erstellte er eine Radar-Karte des Mondes. Mit dem Arecibo-Teleskop gelang ihm Anfang der 1960er Jahre die Korrektur des überkommenen Wertes der Rotationsperiode des Merkur. Er war in der Folge ein Pionier der Radarstudien der Planeten, von Monden (wie den Galileischen Monden des Jupiter), Asteroiden (Icarus) und Kometen (Encke) sowie der Saturnringe. Er war an den Viking-Sonden zum Mars beteiligt und ab Ende der 1970er Jahre an den Pioneer- und Magellan-Missionen zur Venus (mit Radarkartierung der Oberfläche).


Im Jahr 1997 erhielt er die [[Charles A. Whitten Medal]] von der [[American Geophysical Union]].<ref>[http://sites.agu.org/honors/winners/gordon-pettengill/ 1997 Charles A. Whitten Medal Winner Gordon Pettengill]</ref> Der Asteroid [[(3831) Pettengill]] ist nach ihm benannt. Er ist Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]] (seit 1973) und der [[National Academy of Sciences]] (seit 1979).
Im Jahr 1994 erhielt er die [[Magellanic Premium]]<ref>[http://www.amphilsoc.org/prizes/magellanic The Magellanic Premium of the American Philosophical Society], Website der [[American Philosophical Society|APS]]. Abgerufen am 29. Oktober 2019.</ref>, und 1997 die [[Charles A. Whitten Medal]] von der [[American Geophysical Union]].<ref>[http://sites.agu.org/honors/winners/gordon-pettengill/ 1997 Charles A. Whitten Medal Winner Gordon Pettengill]</ref> Der Asteroid [[(3831) Pettengill]] ist nach ihm benannt. Er war Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]] (ab 1973) und der [[National Academy of Sciences]] (ab 1979).


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Aktuelle Version vom 27. Mai 2021, 05:56 Uhr

Gordon Hemenway Pettengill (* 10. Februar 1926 in Providence; † 8. Mai 2021 in Concord, Massachusetts)[1] war ein US-amerikanischer Radioastronom.

Pettengill studierte Physik am MIT und an der University of California, Berkeley, an der er promovierte, unterbrochen von Militärdienst in Europa während des Zweiten Weltkriegs. Danach forschte er auf dem Gebiet der Radarastronomie, wo er 1958 am Lincoln Laboratory das erste Echo von der Venus empfangen konnte (Verbindung Erde-Venus-Erde).[2]

Pettengill war nach dem Zweiten Weltkrieg einer der ersten Astronomen, die das Radar in der Astronomie anwandten. Mit dem 1957 in Betrieb gegangenen Millstone-Radar des MIT Lincoln Laboratory verfolgte er die Bahn des sowjetischen Sputnik-Satelliten und machte 1961 erste Radarbeobachtungen der Venus. Die Untersuchung lieferte die bis dahin genauesten Entfernungswerte (Bestimmung der Astronomischen Einheit) im Sonnensystem. 1960 erstellte er eine Radar-Karte des Mondes. Mit dem Arecibo-Teleskop gelang ihm Anfang der 1960er Jahre die Korrektur des überkommenen Wertes der Rotationsperiode des Merkur. Er war in der Folge ein Pionier der Radarstudien der Planeten, von Monden (wie den Galileischen Monden des Jupiter), Asteroiden (Icarus) und Kometen (Encke) sowie der Saturnringe. Er war an den Viking-Sonden zum Mars beteiligt und ab Ende der 1970er Jahre an den Pioneer- und Magellan-Missionen zur Venus (mit Radarkartierung der Oberfläche).

Im Jahr 1994 erhielt er die Magellanic Premium[3], und 1997 die Charles A. Whitten Medal von der American Geophysical Union.[4] Der Asteroid (3831) Pettengill ist nach ihm benannt. Er war Mitglied der American Academy of Arts and Sciences (ab 1973) und der National Academy of Sciences (ab 1979).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Obituary for Gordon Hemenway Pettengill. Concord Funeral Home, abgerufen am 27. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 149: attempt to index field 'data' (a nil value)).
  2. Price, R., Green, P. E., Jr., Goblick, T. J., Jr., Kingston, R. H., Kraft, L. G., Jr., Pettengill, G. H., Silver, R., and Smith, W. B.: Radar echoes from Venus. In: Science, 1959, 751–753.
  3. The Magellanic Premium of the American Philosophical Society, Website der APS. Abgerufen am 29. Oktober 2019.
  4. 1997 Charles A. Whitten Medal Winner Gordon Pettengill

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