Astrium
| Astrium
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| ASTRIUM 3D Blue Strap.jpg | |
| Rechtsform | SARL |
| Gründung | Mai 2000 |
| Auflösung | 31.12.2013 |
| Auflösungsgrund | zu Airbus Defence and Space verschmolzen |
| Sitz | Paris |
| Leitung | François Auque (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | 18.000 |
| Umsatz | 4,967 Mrd. EUR (2011)[1] |
| Branche | Luft- und Raumfahrttechnik |
Astrium war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EADS, spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme.
Geschichte
Die Astrium wurde im Mai 2000 aus den Raumfahrtbereichen der DASA gegründet, ihre Wurzeln gehen zurück bis 1961 zur Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsring Nord (ERNO). Im Dezember 2006 wurde sie in EADS Astrium und im Dezember 2010 zurück zu Astrium umbenannt. [2]
Im Jahr 2009 erreichte Astrium einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro und beschäftigte rund 15.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Im Jahr 2011 wurde mit 16.623 Mitarbeitern ein Umsatz von 4,967 Milliarden Euro erwirtschaftet (Ebit-Marge 5,4 %).[1]
Unter der Marke Astrium wurde auch ein Raumschiff für Weltraumtouristen beworben.[3]
Astrium wurde im Januar 2014 mit Cassidian und Airbus Military zusammengelegt, und firmiert seitdem als neue Airbus-Sparte Airbus Defence and Space, deren Hauptsitz in München ist. [4]
Geschäftsfelder
Astrium gliederte sich in drei Geschäftsfelder:
- Astrium Satellites (ASL) für Satelliten und Bodensegmente
- Astrium Services (ASV) für die Entwicklung und Lieferung satellitenbasierter Dienstleistungen für militärische und kommerzielle Zwecke sowie weltweite Dienstleistungen für Navigation
- Astrium Space Transportation (AST) für Trägerraketen und Weltraum-Infrastrukturen.
Produktpalette
- Trägerraketen (kommerziell und militärisch, einschließlich für die französischen strategischen Seestreitkräfte – FOST): Ariane (Rakete)
- Orbitalsystemen: Columbus (ISS) und das Automated Transfer Vehicle
- ENS-Satelliten (Earth Observation, Navigation and Science), Gaia (Raumsonde) und Rosetta (Sonde)
- Telekommunikationssatelliten
- Antriebssystemen und Raumfahrtausrüstung
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Ariane-44lp
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Ariane 5ES mit ATV 4
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Ariane 5ECA
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Raumlabor Columbus
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Raumsonde Gaia
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Sonde Rosetta
Standorte
Das Unternehmen fertigte an den folgenden Standorten:
- Deutschland (Backnang, Bremen, Friedrichshafen/Immenstaad am Bodensee, Jena, Lampoldshausen, Ottobrunn, Potsdam, Rostock, Trauen)
- Frankreich (Vélizy, Les Mureaux, Bordeaux, Toulouse)
- Französisch-Guayana (Kourou)
- Großbritannien (Portsmouth, Stevenage)
- Spanien (Madrid)
Tochterunternehmen
Tochterunternehmen von Astrium waren unter anderem:
- Arianespace (Astrium Space Transportation 28,6 %), der Vermarkter der Trägerraketen Ariane 5 und Vega
- CILAS
- Dutch Space (Astrium Space Transportation 100 %), ein Hersteller von Solarpanelen, Raketenkomponenten und Instrumenten für wissenschaftliche Satelliten
- EADS CASA Espacio
- EADS Sodern
- Eurockot (Astrium Space Transportation 51 %), der Vermarkter der russischen Trägerrakete Rockot
- Infoterra alter Name von Astrium Services, Friedrichshafen
- Jena-Optronik
- ND SatCom
- NGL Prime S.p.A. (50 %)
- Paradigm Secure Communications Ltd (Astrium Services 100 %), ein Anbieter von militärischer Satellitenkommunikation
- RST Rostock System-Technik (100 %), ein Technologieunternehmen im Bereich Luft- und Raumfahrt
- Spotimage
- Starsem (Astrium Space Transportation 35 %), der kommerzielle Anbieter der russischen Sojus-Rakete
- Tesat-Spacecom (100 %), ein Hersteller von Nutzlasten für Kommunikationssatelliten
Weblinks
- Commons: EADS Astrium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Astrium
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 EADS.com: Key Figures (englisch). Abgerufen am 9. Dezember 2012.
- ↑ 50 Jahre Astrium Bremen, Der Schlüssel zu den Sternen. Astrium GmbH, 2011, abgerufen am 20. Juni 2015.
- ↑ Astrium rockets into space tourism. Astrium, archiviert vom Original am 1. Juli 2007; abgerufen am 16. Dezember 2014.
- ↑ EADS.com. Abgerufen am 13. August 2013.; Luftfahrtkonzern EADS heißt künftig Airbus@sueddeutsche.de, Abgerufen am 28. März 2014