Alfred Forchel
Alfred Forchel (* 13. August 1952 in Stuttgart) ist ein deutscher Physiker und seit 2009 Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Leben und Wirken
Forchel ist ordentlicher Professor für Physik an der Universität Würzburg und hat dort seit 1990 den Lehrstuhl für Technische Physik inne. Sein Arbeitsgebiet ist die Nanotechnologie. Nach der gewonnenen Wahl vom 2. Februar 2009 ist er seit 1. Oktober 2009 Präsident der Universität Würzburg. Am 1. Oktober 2015 begann Forchels zweite Amtszeit.[1][2]
Er wurde 1982 an der Universität Stuttgart mit einer Arbeit zum Thema Thermodynamische Eigenschaften optisch angeregter Elektron-Loch-Plasmen in Halbleitern promoviert. Die Habilitation erfolgte 1988, ebenfalls in Stuttgart, mit einer Arbeit über Dimensionsabhängige elektronische Eigenschaften von Halbleiterstrukturen.
Alfred Forchel folgte 1990 einem Ruf auf den Würzburger Lehrstuhl für Technische Physik. Er übernahm die Leitung des Mikrostrukturlabors, das 1994 in Betrieb ging. In dieser hochmodernen Einrichtung wurde erstmals in Europa die gesamte Bauelementeentwicklung im Ultrahochvakuum durchgeführt.
Forchel ist einer der Urheber des im Wintersemester 2000/2001[3] eingerichteten Studienganges Nanostrukturtechnik[4], den ersten ingenieurwissenschaftlichen Studiengang der Universität Würzburg. Für das von der Bayerischen Staatsregierung im Rahmen der „Allianz Bayern Innovativ“ geförderte „Cluster Nanotechnologie“, das Ende 2006 seine Arbeit aufgenommen hat, zeichnete Forchel als Sprecher.
Gemeinsam mit Würzburger Kollegen aus den Fakultäten für Chemie und Physik hat er im Jahr 2008 die Realisierung eines neuen Zentrums für Nanotechnologie angestoßen und vorangetrieben, das auf dem Campus am Hubland entstehen soll. Schließlich ist Forchel auch einer der Initiatoren des Wilhelm-Conrad-Röntgen-Forschungszentrums, das im Rahmen des Sonderprogramms „Bayern excellent“ gefördert wird. Die anstehende Errichtung eines Nordbayerischen Anwenderzentrums für ultra-hochauflösende Analytik wurde ebenfalls von Forchel maßgeblich unterstützt.
Kritik
Am 20. Juni 2012 wurde durch die Studierendenvertretung der Universität Würzburg ein Offener Brief veröffentlicht, in dem Universitätspräsident Alfred Forchel für seinen Umgang mit der Studierendenvertretung kritisiert wurde.[5]
Weblinks
- Porträt auf der Internetpräsenz der Universität Würzburg
- Lebenslauf auf den Seiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
- Interview mit Alfred Forchel in TV Touring nach seiner Wiederwahl zum Präsidenten der Julius-Maximilians-Universität Würzburg am 23. Februar 2015.
Einzelnachweise
- ↑ Universitätspräsident wiedergewählt http://www.presse.uni-wuerzburg.de/einblick/single_special/artikel/universit-12/, aufgerufen am 29. Februar 2016
- ↑ Main-Post: Wahl als geheime Kommandosache (20. Februar 2015)
- ↑ Hans Zehetmair: Ansprache des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst zum Festakt anläßlich des 600jährigen Gründungsjubiläums der Universität Würzburg. Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 21, 2002, S. 562–564; hier S. 563
- ↑ Information über den Studiengang Nanostrukturtechnik der Uni Würzburg, aufgerufen am 12. Februar 2015
- ↑ Mainpost-Artikel zum Offenen Brief der Studierendenvertretung an Universitätspräsident Alfred Forchel
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Forchel, Alfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Physiker |
| GEBURTSDATUM | 13. August 1952 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |