Pierre Coullet
Pierre Coullet (* 1949 in Nizza) ist ein französischer Physiker, der sich mit nichtlinearer Dynamik, Selbstorganisation, Turbulenz und Chaostheorie befasst.
Leben und Wirken
Coullet forschte ab 1975 für das CNRS - ab 1984 als Forschungsdirektor- und war seit 1987 Professor an der Universität Nizza (Sophia Antipolis) am INLN (Institut Non-Lineare de Nice), dessen Direktor er 1995 bis 2002 war. Seit 1995 ist er Senior-Mitglied des Institut de France.
Coullet entdeckte mit Charles Tresser unabhängig von Mitchell Feigenbaum die später nach Feigenbaum benannte Konstante und deren Universalität im Übergang zum Chaos mit Bifurkations-Kaskaden.[1] Er schlug auch die experimentelle Messung der Feigenbaum-Konstante vor. Coullet befasste sich mit Anwendungen nichtlinearer Dynamik in Hydrodynamik, nichtlinearer Optik, chemischen Reaktionen, Flüssigkristallen, biologischen Systemen und bei Bose-Einstein-Kondensation. Er arbeitete mit dem Mathematiker Gérard Iooss zusammen.
Ehrungen
- 1990 Paul-Langevin-Preis
- 1991 Prix C. S. de Freyssinet der Académie des Sciences
- 1993 Silbermedaille des CNRS
- 1999 wurde er auswärtiges Mitglied der Academia Chilena de Ciencias
- 2000 Humboldt-Forschungspreis
- 2001 Holweck-Preis
Weblinks
- Lebenslauf (PDF)
Einzelnachweise
- ↑ P. Coullet, C. Tresser: Itérations d’endomorphismes et groupe de renormalisation. In: Le Journal de Physique Colloques. Band 39, C5, August 1978, S. 25–28, doi:10.1051/jphyscol:1978513 (PDF).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Coullet, Pierre |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Physiker |
| GEBURTSDATUM | 1949 |
| GEBURTSORT | Nizza |