Transkritische Bifurkation

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Datei:Transcritical bif potential.png
Illustration der transkritischen Bifurkation. Die stabile (rot) Ruhelage wird instabil (blau) und umgekehrt.
Bifurkationsdiagramm einer Transkritischen Bifurkation. Stabile Fixpunkte sind rot, instabile blau dargestellt.

Die transkritische Bifurkation beschreibt einen Vorgang, bei dem die Stabilität („anziehend“ oder „abstoßend“) zweier Ruhelagen eines Systems vertauscht wird.

Sie ist damit ein bestimmter Typ einer Bifurkation eines nichtlinearen Systems.

Die Normalform der transkritischen Bifurkation ist:

dxdt=μxx2   (I)

wobei μ der Bifurkationsparameter ist.

Die transkritische Bifurkation hat folgende Gleichgewichtspunkte:

x1*=0
x2*=μ

Setzt man x=(x1/2*+δ) mit δ1 in die Normalform ein (d. h. man stört den Fixpunkt) und vernachlässigt den δ2-Term, erhält man

dδdt={μδbeix1*μδbeix2*

für die zeitliche Entwicklung der Störung δ.

Für μ<0 ist also x1* ein stabiler Fixpunkt (d. h. die Störung nimmt mit der Zeit ab) und x2* ein instabiler (die Störung wächst). Für μ>0 ist es umgekehrt.

Bei dem kritischen Wert des Bifurkationsparameters μ=0 ist der (in diesem Fall einzige) Fixpunkt x*=0 indifferent stabil.

Diskretes System

Für ein diskretes System wird aus (I):

xt+1=xt+μxtxt2

Die Lage der Fixpunkte bleibt gegenüber dem kontinuierlichen System unverändert.

Siehe auch