Schwerionenbeschleuniger
Ein Schwerionenbeschleuniger ist ein Teilchenbeschleuniger, in dem Schwerionen auf hohe Energien und somit Geschwindigkeiten (Letzteres begrenzt durch die relativistische Massenzunahme) gebracht werden. Schwerionenbeschleuniger sind große, meist kostspielige Anlagen und werden vor allem für Forschungszwecke betrieben.
Allgemeine Informationen
Einsatzgebiete
Schwerionenbeschleuniger werden in der Kernphysik unter anderem für die Synthese von neuen chemischen Elementen eingesetzt. In der Elementarteilchenphysik können sie z.B. für Experimente zum Quark-Gluon-Plasma verwendet werden. Die Schwerionentherapie ist ein Teilbereich der Strahlentherapie, in der sie als Strahlungsquelle verwendet werden. Schwerionenbeschleuniger werden in der Materialforschung eingesetzt, z.B. am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung.
Weltweit
Bekannte Schwerionenbeschleuniger befinden oder befanden sich an folgenden Instituten:
- Brookhaven National Laboratory, USA, mit dem RHIC
- CERN, Schweiz, mit dem Large Hadron Collider (LHC), dem derzeit leistungsstärksten Beschleuniger, in Betrieb seit Ende 2008
- GANIL in Caen, Frankreich
- Forschungsgelände Garching, Deutschland
- GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt, Deutschland
- Vereinigtes Institut für Kernforschung in Dubna, Russland
- das Bevalac am Lawrence Berkeley National Laboratory, USA (1970 bis 1993).