Pauli-Matrizen: Unterschied zwischen den Versionen

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kat
 
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K Multiplikation: Der Rückbezug mit "also" war für omA nicht offensichtlich, zumal ohne Verlinkung des Gruppen-Artikels. Den gelöschten Halbsatz braucht dagegen selbst omA nicht.
 
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Die '''Pauli-Matrizen''' <math>\sigma _1, \sigma _2, \sigma _3</math> (nach [[Wolfgang Pauli]]) sind spezielle [[Komplexe Zahl|komplexe]] [[Hermitesche Matrix|hermitesche]] 2×2-[[Matrix (Mathematik)|Matrizen]]. Zusammen mit der 2×2-[[Einheitsmatrix]], die in diesem Zusammenhang mit <math>\sigma _0</math> bezeichnet wird, bilden sie sowohl eine [[Basis (Vektorraum)|Basis]] des 4-dimensionalen reellen [[Vektorraum]]s aller komplexen hermiteschen 2×2-Matrizen als auch eine Basis des 4-dimensionalen komplexen Vektorraums aller komplexen 2×2-Matrizen.
Die '''Pauli-Matrizen''' <math>\sigma _1, \sigma _2, \sigma _3</math> (nach [[Wolfgang Pauli]]) sind spezielle [[Komplexe Zahl|komplexe]] [[Hermitesche Matrix|hermitesche]] 2×2-[[Matrix (Mathematik)|Matrizen]]. Zusammen mit der 2×2-[[Einheitsmatrix]], die in diesem Zusammenhang mit <math>\sigma _0</math> bezeichnet wird, bilden sie sowohl eine [[Basis (Vektorraum)|Basis]] des 4-dimensionalen reellen [[Vektorraum]]s aller komplexen hermiteschen 2×2-Matrizen als auch eine Basis des 4-dimensionalen komplexen Vektorraums aller komplexen 2×2-Matrizen.


Sie wurden von [[Wolfgang Pauli]] 1927 zur Beschreibung des Spins eingeführt<ref>Wolfgang Pauli „Zur Quantenmechanik des magnetischen Elektrons“, Zeitschrift für Physik, Bd.43, 1927, S. 601</ref>, waren in der Mathematik aber auch schon vorher bekannt.
Sie wurden von [[Wolfgang Pauli]] 1927 zur Beschreibung des Spins eingeführt,<ref>Wolfgang Pauli: ''Zur Quantenmechanik des magnetischen Elektrons''. In: ''Zeitschrift für Physik'', Band 43, 1927, S. 601</ref> waren in der Mathematik aber auch schon vorher bekannt.


== Definition ==
== Definition ==
Die Pauli-Matrizen lauten ursprünglich:
Die Pauli-Matrizen lauten ursprünglich:
:<math>
: <math>
\sigma_1 =
\sigma_1 =
\begin{pmatrix}
\begin{pmatrix}
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\end{pmatrix}.
\end{pmatrix}.
</math>
</math>
Hierbei bezeichnet <math>\mathrm{i}</math> die [[imaginäre Einheit]]. Die Matrizen wurden ursprünglich in der Quantenmechanik eingeführt, um die grundlegenden Kommutationsregeln der Komponenten des Spin-Operators zu erfüllen (siehe unten). Häufig wird, besonders in der relativistischen Quantenmechanik, noch die Einheitsmatrix als ''nullte'' Paulimatrix dazugenommen:
Hierbei bezeichnet <math>\mathrm{i}</math> die [[imaginäre Einheit]]. Die Matrizen wurden ursprünglich in der Quantenmechanik eingeführt, um die grundlegenden Kommutationsregeln der Komponenten des Spin-Operators zu erfüllen (siehe unten). Häufig wird, besonders in der relativistischen Quantenmechanik, noch die Einheitsmatrix als ''nullte'' Paulimatrix dazugenommen:
:<math>
: <math>
\sigma_0 =
\sigma_0 =
\begin{pmatrix}
\begin{pmatrix}
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Für die Multiplikation einer Pauli-Matrix mit einer anderen Pauli-Matrix ergibt sich aus den Rechenregeln der [[Matrixmultiplikation]] folgende Tafel:
Für die Multiplikation einer Pauli-Matrix mit einer anderen Pauli-Matrix ergibt sich aus den Rechenregeln der [[Matrixmultiplikation]] folgende Tafel:
{| class="wikitable" align="center" style="text-align:right;"
{| class="wikitable" align="center" style="text-align:right;"
! style="background:#E1E5FF"| <math>\cdot</math>
!style="background:#E1E5FF"| <math>\cdot</math>
! style="background:#E1E5FF;width:2.6em;"| <math>\sigma_0</math>
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|-
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| <math>\sigma_2</math> || <math>-\mathrm{i}\,\sigma_3</math> || <math>\sigma_0</math> || <math>\mathrm{i}\,\sigma_1</math>
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Das Produkt <math>\sigma_i\cdot \sigma_j</math> befindet sich in der mit <math>\sigma_i</math> gekennzeichneten Zeile und der mit <math>\sigma_j</math> gekennzeichneten Spalte, zum Beispiel <math>\sigma_2\cdot \sigma_1 = -\mathrm{i}\,\sigma_3</math>. Die 4 Pauli-Matrizen bilden also ''keine'' Gruppe.
Das Produkt <math>\sigma_i\cdot \sigma_j</math> befindet sich in der mit <math>\sigma_i</math> gekennzeichneten Zeile und der mit <math>\sigma_j</math> gekennzeichneten Spalte. Das Beispiel <math>\sigma_2\cdot \sigma_1 = -\mathrm{i}\,\sigma_3</math> zeigt, dass die Pauli-Matrizen mit der Matrixmultiplikation als Verknüpfung ''keine'' [[Gruppe (Mathematik)|Gruppe]] bilden.


Die von ihnen mit der Matrixmultiplikation als Verknüpfung [[Erzeugendensystem#Erzeugendensysteme in der Gruppentheorie|erzeugte]] Gruppe hat den Namen <math>G^{10}_{16}</math>.<ref>Nummerierung nach [http://www.icm.tu-bs.de/ag_algebra/software/small/small.html ''The Small Groups library]'', zitiert nach {{cite web |author=R. J. Mathar |title=Zykel-Graphen Plots endlicher Gruppen bis zur Ordnung 36 |url=http://vixra.org/abs/1406.0183 |year=2014}}</ref> Sie enthält das Element <math>\sigma_1\cdot \sigma_2\cdot \sigma_3 = \mathrm{i}\,\sigma_0 = \left(\begin{smallmatrix} \mathrm{i} & 0 \\ 0 & \mathrm{i} \end{smallmatrix}\right)</math>, welches im [[Zentrum (Algebra)|Zentrum]] liegt, also mit allen Elementen kommutiert. Die Gruppe <math>G^{10}_{16}</math> besteht somit aus den 16 Elementen <math>\mathrm{i}^j\,\sigma_k \; \; (j,k = 0,1,2,3),</math> so dass sich ihre Multiplikationstafel leicht aus der obigen ableiten lässt. Sie enthält die [[Quaternionengruppe]] <big>Q</big><sub>8</sub> als [[Normalteiler]] (s. [[#Quaternionen|Die Quaternionen als Unterring von '''C'''<sup>4</sup>]] und [[Liste kleiner Gruppen#Pauli-Matrizen]]), woraus sich <math>G^{10}_{16} \cong Q_8 \rtimes \{\sigma_0,\sigma_1\}</math> ergibt. Der [[Zykel-Graph]] ist [[Datei:GroupDiagramMiniC2x2C4.svg|56px|[[Zykel-Graph]] der von den Pauli-Matrizen gebildeten Gruppe]].<ref>{{cite web |author=R. J. Mathar |title=Zykel-Graphen Plots endlicher Gruppen bis zur Ordnung 36 |url=http://vixra.org/abs/1406.0183 |year=2014}}</ref>
Die von ihnen [[Erzeugendensystem#Erzeugendensysteme in der Gruppentheorie|erzeugte]] Gruppe hat den Namen <math>G^{10}_{16}</math>.<ref>Nummerierung nach [http://www.icm.tu-bs.de/ag_algebra/software/small/small.html ''The Small Groups library''.] zitiert nach {{cite web |author=R. J. Mathar |title=Zykel-Graphen Plots endlicher Gruppen bis zur Ordnung 36 |url=http://vixra.org/abs/1406.0183 |year=2014}}</ref> Sie enthält das Element <math>\sigma_1\cdot \sigma_2\cdot \sigma_3 = \mathrm{i}\,\sigma_0 = \left(\begin{smallmatrix} \mathrm{i} & 0 \\ 0 & \mathrm{i} \end{smallmatrix}\right)</math>, welches im [[Zentrum (Algebra)|Zentrum]] liegt, also mit allen Elementen kommutiert. Die Gruppe <math>G^{10}_{16}</math> besteht somit aus den 16 Elementen <math>\mathrm{i}^j\,\sigma_k \; \; (j,k = 0,1,2,3).</math> Sie enthält die [[Quaternionengruppe]] <span style="font-size:larger">Q</span><sub>8</sub> als [[Normalteiler]] (siehe [[#Quaternionen|Die Quaternionen als Unterring von '''C'''<sup>4</sup>]] und [[Liste kleiner Gruppen#Pauli-Matrizen|Liste kleiner Gruppen]]), woraus sich <math>G^{10}_{16} \cong Q_8 \rtimes \{\sigma_0,\sigma_1\}</math> ergibt. Der [[Zykel-Graph]] ist [[Datei:GroupDiagramMiniC2x2C4.svg|56px|Zykel-Graph der von den Pauli-Matrizen gebildeten Gruppe]].<ref>{{cite web |author=R. J. Mathar |title=Zykel-Graphen Plots endlicher Gruppen bis zur Ordnung 36 |url=http://vixra.org/abs/1406.0183 |year=2014}}</ref>


== Dekomposition von Matrizen ==
== Dekomposition von Matrizen ==
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| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<math>\mathbf{A}</math>
| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<math>\mathbf{A}</math>
| colspan="4" | <math>= \begin{pmatrix} a_{00} & a_{01} \\ a_{10} & a_{11} \end{pmatrix}
|colspan="4" | <math>= \begin{pmatrix} a_{00} & a_{01} \\ a_{10} & a_{11} \end{pmatrix}
=  
=  
\begin{pmatrix}
\begin{pmatrix}
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Es gelten die Umrechnungen:
Es gelten die Umrechnungen:
:<math>a_{00} = z_0 + z_3,\quad a_{01} = z_1 - \mathrm{i}\,z_2,\quad a_{10} = z_1 + \mathrm{i}\,z_2,\quad a_{11} = z_0-z_3,</math>
: <math>a_{00} = z_0 + z_3,\quad a_{01} = z_1 - \mathrm{i}\,z_2,\quad a_{10} = z_1 + \mathrm{i}\,z_2,\quad a_{11} = z_0-z_3,</math>
bzw.:
bzw.:
:<math>
: <math>
z_0 = \frac{a_{00} + a_{11}}{2},\quad
z_0 = \frac{a_{00} + a_{11}}{2},\quad
z_1 = \frac{a_{01} + a_{10}}{2},\quad
z_1 = \frac{a_{01} + a_{10}}{2},\quad
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</math>
</math>


Eine komplexe 2×2-Matrix kann demnach als [[Linearkombination]] der <math>\sigma_i</math> geschrieben werden, und diese Darstellung ist eindeutig. Die Pauli-Matrizen bilden also eine [[Basis (Vektorraum)|Basis]] des <math>\C</math>-Vektorraums (und [[Matrizenring]]s) <math>\C^{2\times 2}</math>, und diese Basis ist eine [[Orthogonalsystem|orthogonale]] unter dem [[Frobenius-Skalarprodukt]], welch letzteres <math>\C^{2\times 2}</math> zu einem [[Hilbertraum]] macht.
Eine komplexe 2×2-Matrix kann demnach als [[Linearkombination]] der <math>\sigma_i</math> geschrieben werden, und diese Darstellung ist eindeutig. Die Pauli-Matrizen bilden also eine [[Basis (Vektorraum)|Basis]] des <math>\Complex</math>-Vektorraums (und [[Matrizenring]]s) <math>\Complex^{2\times 2}</math>, und diese Basis ist eine [[Orthogonalsystem|orthogonale]] unter dem [[Frobenius-Skalarprodukt]].


Die Umrechnungen definieren einen [[Ring (Algebra)|Ring]][[isomorphismus]]
Die Umrechnungen definieren einen [[Ring (Algebra)|Ring]][[isomorphismus]]
: <math>\C^{2\times 2} \to \C^{4}</math>
: <math>\Complex^{2\times 2} \to \Complex^{4}</math>
mit der üblichen [[Vektor#Addition und Subtraktion|Vektoraddition]], der üblichen <math>\C</math>-[[Skalarmultiplikation]] und der Vektor-Multiplikation
mit der üblichen [[Vektor#Addition und Subtraktion|Vektoraddition]], der üblichen <math>\Complex</math>-[[Skalarmultiplikation]] und der Vektor-Multiplikation
{|
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| || <math>x_0 y_3 + \mathrm{i} x_1 y_2 - \mathrm{i} x_2 y_1 + \, x_3 y_0 \, )</math>
| || <math>x_0 y_3 + \mathrm{i} x_1 y_2 - \mathrm{i} x_2 y_1 + \, x_3 y_0 \, )</math>
|}
|}
in <math>\C^4.</math> Zwei Vektoren sind genau dann miteinander vertauschbar, wenn
in <math>\Complex^4.</math> Zwei Vektoren sind genau dann miteinander vertauschbar, wenn
:<math>\begin{align}
: <math>\begin{align}
     & x_2 y_3 - x_3 y_2 = \begin{vmatrix} x_2 & x_3 \\ y_2 & y_3 \end{vmatrix} = 0 \\
     & x_2 y_3 - x_3 y_2 = \begin{vmatrix} x_2 & x_3 \\ y_2 & y_3 \end{vmatrix} = 0 \\
     & x_3 y_1 - x_1 y_3 = \begin{vmatrix} x_3 & x_1 \\ y_3 & y_1 \end{vmatrix} = 0 \\
     & x_3 y_1 - x_1 y_3 = \begin{vmatrix} x_3 & x_1 \\ y_3 & y_1 \end{vmatrix} = 0 \\
     & x_1 y_2 - x_2 y_1 = \begin{vmatrix} x_1 & x_2 \\ y_1 & y_2 \end{vmatrix} = 0 ,
     & x_1 y_2 - x_2 y_1 = \begin{vmatrix} x_1 & x_2 \\ y_1 & y_2 \end{vmatrix} = 0 ,
\end{align}</math>
\end{align}</math>
wenn also die Vektorteile <math>(x_1,x_2,x_3)</math> und <math>(y_1,y_2,y_3)</math> [[Lineare Unabhängigkeit|<math>\C</math>-linear voneinander abhängen]].
wenn also die Vektorteile <math>(x_1,x_2,x_3)</math> und <math>(y_1,y_2,y_3)</math> [[Lineare Unabhängigkeit|<math>\Complex</math>-linear voneinander abhängen]].


Die [[inverse Matrix]] von <math>\mathbf{A}=z_0\,\sigma_0 + z_1\,\sigma_1 + z_2\,\sigma_2 + z_3\,\sigma_3</math> berechnet sich im Fall von <math>z_0^2 - z_1^2 - z_2^2 - z_3^2 \ne 0</math> hieraus zu
Die [[inverse Matrix]] von <math>\mathbf{A}=z_0\,\sigma_0 + z_1\,\sigma_1 + z_2\,\sigma_2 + z_3\,\sigma_3</math> berechnet sich im Fall von <math>z_0^2 - z_1^2 - z_2^2 - z_3^2 \ne 0</math> hieraus zu
:<math>\mathbf{A}^{-1} = \frac{z_0\,\sigma_0 - z_1\,\sigma_1 - z_2\,\sigma_2 - z_3\,\sigma_3}{z_0^2 - z_1^2 - z_2^2 - z_3^2}.</math>
: <math>\mathbf{A}^{-1} = \frac{z_0\,\sigma_0 - z_1\,\sigma_1 - z_2\,\sigma_2 - z_3\,\sigma_3}{z_0^2 - z_1^2 - z_2^2 - z_3^2}.</math>


=== Hermitesche 2×2-Matrizen ===
=== Hermitesche 2×2-Matrizen ===
Die Teilmenge der hermiteschen 2×2-Matrizen, also der Matrizen <math>\mathbf{A}</math> mit
Die Teilmenge der hermiteschen 2×2-Matrizen, also der Matrizen <math>\mathbf{A}</math> mit
:<math>\mathbf{A} = \overline{\mathbf{A}}^{\mathrm T},</math>
: <math>\mathbf{A} = \overline{\mathbf{A}}^{\mathrm T},</math>
ist ein <math>\R</math>-Untervektorraum, für den die Pauli-Matrizen ebenfalls eine Basis bilden, die Koeffizienten <math>z_i</math> sind aber reell. Anders gesagt: es gibt bei hermiteschen 2×2-Matrizen vier (reelle) freie Parameter, da <math>a_{00}</math> und <math>a_{11}</math> reell sind und <math>a_{01} = \overline{a_{10}}</math>.
ist ein <math>\R</math>-Untervektorraum, für den die Pauli-Matrizen ebenfalls eine Basis bilden, die Koeffizienten <math>z_i</math> sind aber reell. Anders gesagt: es gibt bei hermiteschen 2×2-Matrizen vier (reelle) freie Parameter, da <math>a_{00}</math> und <math>a_{11}</math> reell sind und <math>a_{01} = \overline{a_{10}}</math>.


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=== {{Anker|Quaternionen}}Die Quaternionen als Unterring von C<sup>4</sup> ===
=== {{Anker|Quaternionen}}Die Quaternionen als Unterring von C<sup>4</sup> ===
[[Ring (Algebra)|(Unter)ring]] ist aber ein anderer Untervektorraum von <math>\C^4</math>, der sich durch Koeffizienten <math>z_0\in\R,</math> <math>z_1\in \mathrm i\R,</math> <math>z_2\in \mathrm i\R,</math> <math>z_3\in \mathrm i\R</math> von <math>(\sigma_0, \sigma_1, \sigma_2, \sigma_3)</math> aufspannen lässt. Er ist ebenfalls mit der <math>\R</math>-Skalarmultiplikation verträglich und zusätzlich hinsichtlich der Multiplikation <math>\star</math> abgeschlossen. Dieser <math>\R</math>-Untervektorraum ist [[isomorph]] zu den [[Quaternionen#Komplexe Matrizen|Quaternionen]] <math>\mathbb H</math>.
[[Ring (Algebra)|(Unter)ring]] ist aber ein anderer Untervektorraum von <math>\Complex^4</math>, der sich durch Koeffizienten <math>z_0\in\R,</math> <math>z_1\in \mathrm i\R,</math> <math>z_2\in \mathrm i\R,</math> <math>z_3\in \mathrm i\R</math> von <math>(\sigma_0, \sigma_1, \sigma_2, \sigma_3)</math> aufspannen lässt. Er ist ebenfalls mit der <math>\R</math>-Skalarmultiplikation verträglich und zusätzlich hinsichtlich der Multiplikation <math>\star</math> abgeschlossen. Dieser <math>\R</math>-Untervektorraum ist [[isomorph]] zu den [[Quaternionen#Komplexe Matrizen|Quaternionen]] <math>\mathbb H</math>.


Als Basis für reelle Koeffizienten kann man die mit der imaginären Einheit multiplizierten Pauli-Matrizen zusammen mit der Einheitsmatrix nehmen, also die Menge <math>\{\sigma_0, \mathrm i \sigma_1, \mathrm i \sigma_2, \mathrm i \sigma_3\}</math>, mit der isomorphen Zuordnung:
Als Basis für reelle Koeffizienten kann man die mit der imaginären Einheit multiplizierten Pauli-Matrizen zusammen mit der Einheitsmatrix nehmen, also die Menge <math>\{\sigma_0, \mathrm i \sigma_1, \mathrm i \sigma_2, \mathrm i \sigma_3\}</math>, mit der isomorphen Zuordnung:
:<math>
: <math>
1 \mapsto \sigma_0, \quad
1 \mapsto \sigma_0, \quad
i_{\mathbb H} \mapsto - \mathrm i \sigma_1, \quad
i_{\mathbb H} \mapsto - \mathrm i \sigma_1, \quad
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k_{\mathbb H} \mapsto - \mathrm i \sigma_3,
k_{\mathbb H} \mapsto - \mathrm i \sigma_3,
</math>
</math>
mit <math>i_{\mathbb H},j_{\mathbb H},k_{\mathbb H}</math> als den bekannten Einheitsquaternionen. Vor diese Zuordnung lässt sich jeder der 24 [[Quaternionengruppe#Automorphismen|Automorphismen der Quaternionengruppe <big>Q</big><sub>8</sub>]] schalten. So kann auch ein Isomorphismus „in umgekehrter Ordnung“ gebaut werden:<ref>Mikio Nakahara: ''Geometry, topology, and physics'', CRC Press, 2003, Seiten xxii ff ([http://books.google.com/books?id=cH-XQB0Ex5wC&pg=PR22 Google Books]).</ref>
mit <math>i_{\mathbb H},j_{\mathbb H},k_{\mathbb H}</math> als den bekannten Einheitsquaternionen. Vor diese Zuordnung lässt sich jeder der 24 [[Quaternionengruppe#Automorphismen|Automorphismen der Quaternionengruppe <span style="font-size:larger">Q</span><sub>8</sub>]] schalten. So kann auch ein Isomorphismus „in umgekehrter Ordnung“ gebaut werden:<ref>Mikio Nakahara: ''Geometry, topology, and physics''. CRC Press, 2003, S. xxii ff. ([http://books.google.com/books?id=cH-XQB0Ex5wC&pg=PR22 Google Books]).</ref>
:<math>
: <math>
1 \mapsto \sigma_0, \quad
1 \mapsto \sigma_0, \quad
i_{\mathbb H} \mapsto +\mathrm i \sigma_3, \quad
i_{\mathbb H} \mapsto +\mathrm i \sigma_3, \quad
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== Anwendung ==
== Anwendung ==
In der Quantenphysik, in der [[Observable]]n hermitesche Operatoren bzw. Matrizen entsprechen, wird der [[Drehimpulsoperator]] <math>\hat S_i ,\ i\in\{1,2,3\}</math> von [[Spin]]-½-Zuständen, beispielsweise bei [[Elektron]]en, durch die Paulimatrizen dargestellt:
In der Quantenphysik, in der den physikalischen [[Observable]]n auf mathematischer Seite hermitesche Operatoren bzw. Matrizen entsprechen, wird der [[Drehimpulsoperator]] <math>\hat S_i ,\ i\in\{1,2,3\}</math> von [[Spin]]-½-Zuständen, beispielsweise bei [[Elektron]]en, durch die Paulimatrizen dargestellt:


:<math>\hat S_i \doteq \tfrac{\hbar}{2} \sigma _i</math>,
: <math>\hat S_i \doteq \tfrac{\hbar}{2} \sigma _i</math>,
wobei <math>\doteq</math> „wird dargestellt durch“ bedeutet.
wobei <math>\doteq</math> „wird dargestellt durch“ bedeutet.


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|}
|}


Die verwendeten Vektoren sind wie folgt definiert, wobei die verwendeten Kets durch Vektoren des <math>\C ^2</math> dargestellt werden, was durch „<math>\doteq</math>“ gekennzeichnet ist:
Die verwendeten Vektoren sind wie folgt definiert, wobei die verwendeten Kets durch Vektoren des <math>\Complex ^2</math> dargestellt werden, was durch „<math>\doteq</math>“ gekennzeichnet ist:
:{|
:{|
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|-
|-
| <math>|\phi^+\rangle</math>|| <math>\doteq \frac{1}{\sqrt2}\begin{pmatrix}1\\\mathrm i\end{pmatrix}</math>
| <math>|\phi^+\rangle</math>|| <math>\doteq \frac{1}{\sqrt2}\begin{pmatrix}1\\\mathrm i\end{pmatrix}</math>
| <math>|\phi^-\rangle</math>|| <math>\doteq \frac{1}{\sqrt2}\begin{pmatrix}1\\-\mathrm i\end{pmatrix}</math>
| <math>|\phi^-\rangle</math>|| <math>\doteq \frac{1}{\sqrt2}\begin{pmatrix}1\\-\mathrm i\end{pmatrix}.</math>
|}
|}


Zeile 199: Zeile 199:
0 & 1
0 & 1
\end{pmatrix}</math> definierten vierten Basiselement
\end{pmatrix}</math> definierten vierten Basiselement
:<math>\sigma_1^2 = \sigma_2^2 = \sigma_3^2 = \sigma_0^2 = \sigma_0.</math>
: <math>\sigma_1^2 = \sigma_2^2 = \sigma_3^2 = \sigma_0^2 = \sigma_0.</math>


Die [[Determinante]]n und [[Spur (Mathematik)|Spuren]] der Pauli-Matrizen sind
Die [[Determinante]]n und [[Spur (Mathematik)|Spuren]] der Pauli-Matrizen sind
:<math>\begin{matrix}
: <math>\begin{matrix}
\det \sigma_i &=& -1 & \\[1ex]
\det \sigma_i &=& -1 & \\[1ex]
\operatorname{tr} \sigma_i &=& 0 &\end{matrix}</math> &nbsp; für <math> i = 1, 2, 3.
\operatorname{tr} \sigma_i &=& 0 &\end{matrix}</math> &nbsp; für <math> i = 1, 2, 3.
</math>
</math>


Aus Obigem folgt, dass jede Pauli-Matrix <math>\mathbf{\sigma}_i</math> die [[Eigenwert]]e +1 und -1  besitzt.
Aus Obigem folgt, dass jede Pauli-Matrix <math>\mathbf{\sigma}_i</math> die [[Eigenwert]]e +1 und −1 besitzt.


Des Weiteren:
Des Weiteren:
:<math>\sigma_1 \, \sigma_2 \, \sigma_3 = \mathrm i \, \sigma_0</math>
: <math>\sigma_1 \, \sigma_2 \, \sigma_3 = \mathrm i \, \sigma_0.</math>


Die Pauli-Matrizen erfüllen die algebraische Relation
Die Pauli-Matrizen erfüllen die algebraische Relation
:<math>\sigma_i \, \sigma_j  = \delta_{ij}\sigma_0 + \mathrm i\, \sum_{k=1}^3 \epsilon_{ijk}\; \sigma_k</math> &nbsp; für <math> i,j = 1, 2, 3\,</math>
: <math>\sigma_i \, \sigma_j  = \delta_{ij}\sigma_0 + \mathrm i\, \sum_{k=1}^3 \epsilon_{ijk}\; \sigma_k</math> &nbsp; für <math> i,j = 1, 2, 3\,</math>
(<math>\epsilon_{ijk}</math> ist das [[Levi-Civita-Symbol]]), also insbesondere bis auf einen Faktor 2 dieselben Relationen wie die Drehimpulsalgebra
(<math>\epsilon_{ijk}</math> ist das [[Levi-Civita-Symbol]]), also insbesondere bis auf einen Faktor 2 dieselben Relationen wie die Drehimpulsalgebra
:<math>[\sigma_i\,,\sigma_j] = \sigma_i \, \sigma_j - \sigma_j \, \sigma_i = 2\, \mathrm i\, \sum_{k=1}^3 \epsilon_{ijk}\; \sigma_k</math> &nbsp; für <math> i,j = 1, 2, 3.</math>
: <math>[\sigma_i\,,\sigma_j] = \sigma_i \, \sigma_j - \sigma_j \, \sigma_i = 2\, \mathrm i\, \sum_{k=1}^3 \epsilon_{ijk}\; \sigma_k</math> &nbsp; für <math> i,j = 1, 2, 3.</math>
und die [[Clifford-Algebra|Clifford]]- oder Dirac-Algebra <math>\mathrm{Cl}(0,3,\mathbb R)</math>
und die [[Clifford-Algebra|Clifford]]- oder Dirac-Algebra <math>\mathrm{Cl}(0,3,\mathbb R)</math>
:<math>\{\sigma_i\,,\sigma_j\} = \sigma_i \, \sigma_j + \sigma_j \, \sigma_i  = 2\, \delta_{ij}\sigma_0</math> &nbsp; für <math> i,j = 1, 2, 3.</math>
: <math>\{\sigma_i\,,\sigma_j\} = \sigma_i \, \sigma_j + \sigma_j \, \sigma_i  = 2\, \delta_{ij}\sigma_0</math> &nbsp; für <math> i,j = 1, 2, 3.</math>


Die Pauli-Matrizen gehören zum Spezialfall <math>l=1/2</math> von Drehimpulsoperatoren, die auf Basisvektoren <math>\Lambda_{m}</math> eines Drehimpuls-<math>l</math>-Multipletts mit Quantenzahlen <math>m</math> in Maßsystemen mit <math>\hbar=1</math> folgendermaßen wirken:
Die Pauli-Matrizen gehören zum Spezialfall <math>l=1/2</math> von Drehimpulsoperatoren, die auf Basisvektoren <math>\Lambda_{m}</math> eines Drehimpuls-<math>l</math>-Multipletts mit Quantenzahlen <math>m</math> in Maßsystemen mit <math>\hbar=1</math> folgendermaßen wirken:
:<math>L_3 \Lambda_{m}=m \Lambda_{m}\,,\ m\in\{-l,-l+1,\dots ,l\}\,,</math>
: <math>L_3 \Lambda_{m}=m \Lambda_{m}\,,\ m\in\{-l,-l+1,\dots ,l\}\,,</math>
:<math>L_+ \Lambda_{m}=\sqrt{(l-m)(l+m+1)}\, \Lambda_{m+1}\,,</math>
: <math>L_+ \Lambda_{m}=\sqrt{(l-m)(l+m+1)}\, \Lambda_{m+1}\,,</math>
:<math>L_- \Lambda_{m}=\sqrt{(l+m)(l-m+1)}\, \Lambda_{m-1}\,.</math>
: <math>L_- \Lambda_{m}=\sqrt{(l+m)(l-m+1)}\, \Lambda_{m-1}\,.</math>
Dabei ist <math>2l+1</math> eine [[natürliche Zahl]] und für <math>m</math> treten die <math>2l+1</math> verschiedenen Quantenzahlen <math>m=-l,-l+1,\dots ,l</math> auf.
Dabei ist <math>2l+1</math> eine [[natürliche Zahl]] und für <math>m</math> treten die <math>2l+1</math> verschiedenen Quantenzahlen <math>m=-l,-l+1,\dots ,l</math> auf.
Für <math>l=1/2</math> wirken die Drehimpulsoperatoren auf die Komponenten von Linearkombinationen der beiden Basisvektoren <math>\Lambda_{1/2}</math>
Für <math>l=1/2</math> wirken die Drehimpulsoperatoren auf die Komponenten von Linearkombinationen der beiden Basisvektoren <math>\Lambda_{1/2}</math>
und <math>\Lambda_{-1/2}</math> demnach durch Multiplikation mit den folgenden Matrizen
und <math>\Lambda_{-1/2}</math> demnach durch Multiplikation mit den folgenden Matrizen
:<math>L_3 = \frac{1}{2}\begin{pmatrix}1 & 0\\ 0& -1 \end{pmatrix}\,,
: <math>L_3 = \frac{1}{2}\begin{pmatrix}1 & 0\\ 0& -1 \end{pmatrix}\,,
L_+ = \begin{pmatrix}0 & 1 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\,,
L_+ = \begin{pmatrix}0 & 1 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\,,
L_- = \begin{pmatrix} 0& 0\\ 1 & 0 \end{pmatrix}\,.</math>
L_- = \begin{pmatrix} 0& 0\\ 1 & 0 \end{pmatrix}\,.</math>
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== Zugeordnete Drehgruppe, Zusammenhang mit Spin-1/2-Systemen ==
== Zugeordnete Drehgruppe, Zusammenhang mit Spin-1/2-Systemen ==


Die lineare Hülle der mit <math>\mathrm i</math> multiplizierten<ref>Durch die Multiplikation mit <math>\pm\mathrm i</math> entstehen aus ''hermiteschen'' Matrizen ''schiefhermitesche'' Matrizen. Eine Darstellung mit Hilfe von [[Hermitescher Operator|Hermiteschen Operatoren]] und [[Hermitesche Matrix|Matrizen]] wird von Physikern bevorzugt, weil in der Quantenmechanik messbare Größen (sog. [[Observable]]n) stets durch Hermitesche Operatoren beschrieben werden.</ref> Pauli-Matrizen <math>\mathrm i\,\sigma_1,\,\mathrm i\,\sigma_2,\,\mathrm i\,\sigma_3</math> ist mit der üblichen [[Matrizenmultiplikation]] eine [[Lie-Algebra]]. Aufgrund der mit <math>\vec n \cdot \vec{\sigma} \,= n_1 \sigma_1 + n_2 \sigma_2 + n_3 \sigma_3</math> für jeden Einheitsvektor <math>\vec n\in\mathbb R^3</math> geltenden Identität<ref name="MTW">[[Charles Misner]], [[Kip Thorne|Kip S. Thorne]], [[John Archibald Wheeler|John. A. Wheeler]]: ''Gravitation''. S. 1142, W. H. Freeman, San Francisco 1973, ISBN 0-7167-0344-0</ref>
Die lineare Hülle der mit <math>\mathrm i</math> multiplizierten<ref>Durch die Multiplikation mit <math>\pm\mathrm i</math> entstehen aus ''hermiteschen'' Matrizen ''schiefhermitesche'' Matrizen. Eine Darstellung mit Hilfe von [[Hermitescher Operator|Hermiteschen Operatoren]] und [[Hermitesche Matrix|Matrizen]] wird von Physikern bevorzugt, weil in der Quantenmechanik messbare Größen (sog. [[Observable]]n) stets durch Hermitesche Operatoren beschrieben werden.</ref> Pauli-Matrizen <math>\mathrm i\,\sigma_1,\,\mathrm i\,\sigma_2,\,\mathrm i\,\sigma_3</math> ist mit der üblichen [[Matrizenmultiplikation]] eine [[Lie-Algebra]]. Aufgrund der mit <math>\vec n \cdot \vec{\sigma} \,= n_1 \sigma_1 + n_2 \sigma_2 + n_3 \sigma_3</math> für jeden Einheitsvektor <math>\vec n\in\mathbb R^3</math> geltenden Identität<ref name="MTW">[[Charles Misner]], [[Kip Thorne|Kip S. Thorne]], [[John Archibald Wheeler|John. A. Wheeler]]: ''Gravitation''. W. H. Freeman, San Francisco 1973, ISBN 0-7167-0344-0, S. 1142</ref>
:<math>\exp\Bigl(\!\!-\mathrm i\,\tfrac{\alpha}{2} \; \vec n \cdot \vec{\sigma} \Bigr)
: <math>\exp\left(-\mathrm i\,\tfrac{\alpha}{2} \vec n \cdot \vec{\sigma} \right)
= \sigma_0\,\cos\tfrac{\alpha}{2} - \mathrm{i}\, (\vec n \cdot \vec{\sigma})\, \sin\tfrac{\alpha}{2}</math>
= \sigma_0\,\cos\tfrac{\alpha}{2} - \mathrm{i}\, (\vec n \cdot \vec{\sigma})\, \sin\tfrac{\alpha}{2}</math>
sind diese drei Matrizen die Generatoren der [[Spezielle unitäre Gruppe|komplexen Drehgruppe <big>SU(2)</big>]].
sind diese drei Matrizen die Generatoren der [[Spezielle unitäre Gruppe|komplexen Drehgruppe <math>SU(2)</math>]].


Der Faktor 1/2 in der obigen Gleichung ist zwar mathematisch verzichtbar. Die Gleichung wird jedoch in der physikalischen Anwendung häufig in genau dieser Form benötigt. Denn (wie in der Einleitung erwähnt) stellen in der Quantenphysik die Matrizen <math>S_i = \tfrac{\hbar}{2} \sigma _i</math> die Operatoren für die Spinkomponenten eines [[Spin#Spinoperator und Basiszustände für Spin 1/2|Spin-1/2-Systems]] (beispielsweise eines [[Elektron]]s) dar. Andererseits beschreibt die durch den Exponentialausdruck gegebene Matrix die Veränderung des Spinzustands bei einer räumlichen Drehung. <math>\alpha</math> ist dabei der Drehwinkel, <math>\vec n </math> die Drehachse. Für <math>\alpha = 2\pi</math> ergibt sich <math>\exp\bigl(\!\!-\mathrm i\,\pi \; \vec n \cdot \vec{\sigma} \bigr) = -\sigma_0</math>; d.&nbsp;h. der Zustandsvektor eines Spin-1/2-Systems wird durch Drehung um den Winkel <math>2\pi</math> in sein Negatives und erst durch Drehung um den Winkel <math>4\pi</math> wieder in sich selbst übergeführt („[[Spinor]]drehungen“).
Der Faktor 1/2 in der obigen Gleichung ist zwar mathematisch verzichtbar. Die Gleichung wird jedoch in der physikalischen Anwendung häufig in genau dieser Form benötigt. Denn (wie in der Einleitung erwähnt) stellen in der Quantenphysik die Matrizen <math>S_i = \tfrac{\hbar}{2} \sigma _i</math> die Operatoren für die Spinkomponenten eines [[Spin#Spinoperator und Basiszustände für Spin ½|Spin-1/2-Systems]] (beispielsweise eines [[Elektron]]s) dar. Andererseits beschreibt die durch den Exponentialausdruck gegebene Matrix die Veränderung des Spinzustands bei einer räumlichen Drehung. <math>\alpha</math> ist dabei der Drehwinkel, <math>\vec n </math> die Drehachse. Für <math>\alpha = 2\pi</math> ergibt sich <math>\exp\bigl(\!\!-\mathrm i\,\pi \; \vec n \cdot \vec{\sigma} \bigr) = -\sigma_0</math>; d.&nbsp;h. der Zustandsvektor eines Spin-1/2-Systems wird durch Drehung um den Winkel <math>2\pi</math> in sein Negatives und erst durch Drehung um den Winkel <math>4\pi</math> wieder in sich selbst übergeführt („[[Spinor]]drehungen“).


== Eigenvektoren ==
== Eigenvektoren ==
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Die Matrix <math>\sigma_3</math> hat die [[Eigenvektor]]en
Die Matrix <math>\sigma_3</math> hat die [[Eigenvektor]]en


:<math> \chi_{31} = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \end{pmatrix}, \quad
: <math> \chi_{31} = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \end{pmatrix}, \quad
       \chi_{32} = \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \end{pmatrix} </math>
       \chi_{32} = \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \end{pmatrix} </math>


wie man leicht erkennen kann:
wie man leicht erkennen kann:


:<math> \sigma_3 \chi_{31} = \begin{pmatrix} 1 & 0\\0 & -1 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \end{pmatrix}
: <math> \sigma_3 \chi_{31} = \begin{pmatrix} 1 & 0\\0 & -1 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \end{pmatrix}
                           = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \end{pmatrix}, \quad
                           = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \end{pmatrix}, \quad
       \sigma_3 \chi_{32} = \begin{pmatrix} 1 & 0\\0 & -1 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \end{pmatrix}
       \sigma_3 \chi_{32} = \begin{pmatrix} 1 & 0\\0 & -1 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \end{pmatrix}
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entsprechend den Eigenwerten <math>\pm 1</math>. Die Eigenvektoren von <math>\sigma_1</math> sind
entsprechend den Eigenwerten <math>\pm 1</math>. Die Eigenvektoren von <math>\sigma_1</math> sind


:<math> \chi_{11} = \begin{pmatrix} 1 \\ 1 \end{pmatrix}, \quad
: <math> \chi_{11} = \begin{pmatrix} 1 \\ 1 \end{pmatrix}, \quad
       \chi_{12} = \begin{pmatrix} 1 \\ -1 \end{pmatrix}: </math>
       \chi_{12} = \begin{pmatrix} 1 \\ -1 \end{pmatrix}: </math>


:<math> \sigma_1 \chi_{11} = \begin{pmatrix} 0 & 1\\1 & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ 1 \end{pmatrix}
: <math> \sigma_1 \chi_{11} = \begin{pmatrix} 0 & 1\\1 & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ 1 \end{pmatrix}
                           = \begin{pmatrix} 1 \\ 1 \end{pmatrix}, \quad
                           = \begin{pmatrix} 1 \\ 1 \end{pmatrix}, \quad
       \sigma_1 \chi_{12} = \begin{pmatrix} 0 & 1\\1 & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ -1 \end{pmatrix}
       \sigma_1 \chi_{12} = \begin{pmatrix} 0 & 1\\1 & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ -1 \end{pmatrix}
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und die Eigenvektoren von <math>\sigma_2</math>
und die Eigenvektoren von <math>\sigma_2</math>


:<math> \chi_{21} = \begin{pmatrix} 1 \\ \mathrm i \end{pmatrix}, \quad
: <math> \chi_{21} = \begin{pmatrix} 1 \\ \mathrm i \end{pmatrix}, \quad
       \chi_{22} = \begin{pmatrix} \mathrm i \\ 1 \end{pmatrix}: </math>
       \chi_{22} = \begin{pmatrix} \mathrm i \\ 1 \end{pmatrix}: </math>


:<math> \sigma_2 \chi_{21} = \begin{pmatrix} 0 & - \mathrm i\\ \mathrm i & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ \mathrm i \end{pmatrix}
: <math> \sigma_2 \chi_{21} = \begin{pmatrix} 0 & - \mathrm i\\ \mathrm i & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} 1 \\ \mathrm i \end{pmatrix}
                           = \begin{pmatrix} 1 \\ \mathrm i \end{pmatrix}, \quad
                           = \begin{pmatrix} 1 \\ \mathrm i \end{pmatrix}, \quad
       \sigma_2 \chi_{22} = \begin{pmatrix} 0 & - \mathrm i\\ \mathrm i & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} \mathrm i \\ 1 \end{pmatrix}
       \sigma_2 \chi_{22} = \begin{pmatrix} 0 & - \mathrm i\\ \mathrm i & 0 \end{pmatrix} \begin{pmatrix} \mathrm i \\ 1 \end{pmatrix}
                         = \begin{pmatrix} - \mathrm i \\ -1 \end{pmatrix}
                         = \begin{pmatrix} - \mathrm i \\ -1 \end{pmatrix}
                         = -1 \begin{pmatrix} \mathrm i \\ 1 \end{pmatrix} </math>
                         = -1 \begin{pmatrix} \mathrm i \\ 1 \end{pmatrix} .</math>


== Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen ==
== Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen ==
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Pauli-Matrizen können zur Darstellung von Hamilton-Operatoren und zur Näherung der [[Exponentialfunktion]] solcher Operatoren verwendet werden.
Pauli-Matrizen können zur Darstellung von Hamilton-Operatoren und zur Näherung der [[Exponentialfunktion]] solcher Operatoren verwendet werden.
Sind <math> \sigma_0 , \sigma_1 , \sigma_2 , \sigma_3 </math> die vier Pauli-Matrizen, so kann man mit Hilfe des [[Kronecker-Produkt]] höherdimensionale Matrizen erzeugen.
Sind <math> \sigma_0 , \sigma_1 , \sigma_2 , \sigma_3 </math> die vier Pauli-Matrizen, so kann man mit Hilfe des [[Kronecker-Produkt]] höherdimensionale Matrizen erzeugen.
:<math> p := \sigma_{\mu_{1}} \otimes \sigma_{\mu_{2}} \otimes ... \otimes \sigma_{\mu_{n}} \quad ; \quad \mu_{1},\mu_{2},...,\mu_{n} \in \{0,1,2,3\} \quad ; \quad n \in \N </math><br />
: <math> p := \sigma_{\mu_{1}} \otimes \sigma_{\mu_{2}} \otimes ... \otimes \sigma_{\mu_{n}} \quad ; \quad \mu_{1},\mu_{2},...,\mu_{n} \in \{0,1,2,3\} \quad ; \quad n \in \N </math><br />
Eigenschaften der Pauli-Matrizen vererben sich auf diese Matrizen.
Eigenschaften der Pauli-Matrizen vererben sich auf diese Matrizen.
Sind <math> p_1</math> und <math> p_2 </math> zwei Kronecker Produkte von Pauli-Matrizen, so gilt:
Sind <math> p_1</math> und <math> p_2 </math> zwei Kronecker Produkte von Pauli-Matrizen, so gilt:
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* <math>\operatorname{Spur} \sigma_{\mu_1} \otimes \sigma_{\mu_2} \otimes ... \otimes \sigma_{\mu_n} = 2^{n} \delta_{\mu_1,0} \delta_{\mu_2,0} ... \delta_{\mu_n,0} </math>
* <math>\operatorname{Spur} \sigma_{\mu_1} \otimes \sigma_{\mu_2} \otimes ... \otimes \sigma_{\mu_n} = 2^{n} \delta_{\mu_1,0} \delta_{\mu_2,0} ... \delta_{\mu_n,0} </math>
* Die Kronecker-Produkte von Pauli-Matrizen sind linear unabhängig und bilden eine Basis im Vektorraum der <math> 2^n \times 2^n </math>-Matrizen. Hamilton-Operatoren <math> H </math> vieler physikalischer Modelle lassen sich aufgrund der Basiseigenschaft als Summe solcher Matrizen ausdrücken ([[Linearkombination]]). Insbesondere lassen sich Erzeuger und Vernichter von [[Fermion]]en, die endlich viele Zustände einnehmen können, einfach durch sie ausdrücken.
* Die Kronecker-Produkte von Pauli-Matrizen sind linear unabhängig und bilden eine Basis im Vektorraum der <math> 2^n \times 2^n </math>-Matrizen. Hamilton-Operatoren <math> H </math> vieler physikalischer Modelle lassen sich aufgrund der Basiseigenschaft als Summe solcher Matrizen ausdrücken ([[Linearkombination]]). Insbesondere lassen sich Erzeuger und Vernichter von [[Fermion]]en, die endlich viele Zustände einnehmen können, einfach durch sie ausdrücken.
:<math> H = \sum_{k=0}^{N} h_{k} p_{k} \quad</math> mit <math>\quad N \in \N , h_{k} \in \R , p_{k} </math> ist Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen.
: <math> H = \sum_{k=0}^{N} h_{k} p_{k} \quad</math> mit <math>\quad N \in \N , h_{k} \in \R , p_{k} </math> ist Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen.


Beispiele für derartige Modelle sind [[Hubbard-Modell]], [[Heisenberg-Modell (Quantenmechanik)]] und [[Anderson-Modell]].
Beispiele für derartige Modelle sind [[Hubbard-Modell]], [[Heisenberg-Modell]] und [[Anderson-Modell]].


Das Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen tritt bei der Beschreibung von Spin-1/2-Systemen auf, die aus mehreren Teilsystemen aufgebaut sind. Der Zusammenhang ist dadurch gegeben, dass das Tensorprodukt zweier Operatoren in der zugehörigen Matrixdarstellung gerade durch das Kronecker-Produkt der Matrizen gegeben ist (siehe [[Kronecker-Produkt#Zusammenhang mit Tensorprodukten]]).
Das Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen tritt bei der Beschreibung von Spin-1/2-Systemen auf, die aus mehreren Teilsystemen aufgebaut sind. Der Zusammenhang ist dadurch gegeben, dass das Tensorprodukt zweier Operatoren in der zugehörigen Matrixdarstellung gerade durch das Kronecker-Produkt der Matrizen gegeben ist (siehe [[Kronecker-Produkt#Zusammenhang mit Tensorprodukten]]).
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=== Näherung der Exponentialfunktion des Hamilton-Operators ===
=== Näherung der Exponentialfunktion des Hamilton-Operators ===
Häufig interessiert man sich für die Exponentialfunktion des Hamilton-Operators.
Häufig interessiert man sich für die Exponentialfunktion des Hamilton-Operators.
:<math> \exp\{-\beta H\} = \sum_{l=0}^{\infty} \frac{(-\beta)^l}{l!} \biggl( \sum_{k=0}^{N} h_{k} p_{k} \biggr)^l</math> &nbsp; mit &nbsp; <math> \beta \in \R </math>
: <math> \exp\{-\beta H\} = \sum_{l=0}^{\infty} \frac{(-\beta)^l}{l!} \biggl( \sum_{k=0}^{N} h_{k} p_{k} \biggr)^l</math> &nbsp; mit &nbsp; <math> \beta \in \R </math>
Aufgrund der Kommutativität kann man in einem Produkt die Matrizen beliebig anordnen.
Aufgrund der Kommutativität kann man in einem Produkt die Matrizen beliebig anordnen.
Ist <math> \pi </math> eine [[Permutation]], so ist:
Ist <math> \pi </math> eine [[Permutation]], so ist:
:<math> p_{\pi_{1}} p_{\pi_{2}} ... p_{\pi_{n}} = a p_{1} p_{2} ... p_{n}</math> &nbsp; mit &nbsp; <math> n \in \N , a \in \{1,-1\} </math><br />
: <math> p_{\pi_{1}} p_{\pi_{2}} ... p_{\pi_{n}} = a p_{1} p_{2} ... p_{n}</math> &nbsp; mit &nbsp; <math> n \in \N , a \in \{1,-1\} </math><br />
Deshalb existieren rationale Zahlen <math> E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} </math> mit:
Deshalb existieren rationale Zahlen <math> E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} </math> mit:
:<math>
: <math>
\exp\{-\beta H\} = \sum_{k_{1}=0}^{\infty} \sum_{k_{2}=0}^{\infty} ... \sum_{k_{N}=0}^{\infty} E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} (-\beta h_{1})^{k_{1}} (-\beta h_{2})^{k_{2}}...(-\beta h_{N})^{k_{N}} p_{1}^{k_{1}} p_{2}^{k_{2}} ... p_{N}^{k_{N}}
\exp\{-\beta H\} = \sum_{k_{1}=0}^{\infty} \sum_{k_{2}=0}^{\infty} ... \sum_{k_{N}=0}^{\infty} E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} (-\beta h_{1})^{k_{1}} (-\beta h_{2})^{k_{2}}...(-\beta h_{N})^{k_{N}} p_{1}^{k_{1}} p_{2}^{k_{2}} ... p_{N}^{k_{N}}
</math>
</math>
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Eine erste Näherung ergibt sich, indem man nur Summanden berücksichtigt, die aus kommutierenden Matrizen bestehen.
Eine erste Näherung ergibt sich, indem man nur Summanden berücksichtigt, die aus kommutierenden Matrizen bestehen.
:<math> E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} = 0 </math> falls ein Paar <math> 1 \le a,b \le N </math> mit <math> p_{a} p_{b} = - p_{b} p_{a} </math> und <math> k_{a},k_{b} > 0 </math> existiert
: <math> E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} = 0 </math> falls ein Paar <math> 1 \le a,b \le N </math> mit <math> p_{a} p_{b} = - p_{b} p_{a} </math> und <math> k_{a},k_{b} > 0 </math> existiert
:<math> E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} = \frac{1}{k_{1}!} \frac{1}{k_{2}!} ... \frac{1}{k_{N}!} </math> sonst<br />
: <math> E_{k_{1}k_{2}...k_{N}} = \frac{1}{k_{1}!} \frac{1}{k_{2}!} ... \frac{1}{k_{N}!} </math> sonst<br />
Die Näherung lässt sich weiter verbessern, indem man Paare, Tripel, … von nicht kommutierenden Matrizen berücksichtigt.
Die Näherung lässt sich weiter verbessern, indem man Paare, Tripel, … von nicht kommutierenden Matrizen berücksichtigt.
== Siehe auch ==
* [[Gell-Mann-Matrizen]]


== Literatur ==
== Literatur ==
* Willi-Hans Steeb: ''Kronecker Product of Matrices and Applications''. B.I. Wissenschaftsverlag, Mannheim 1991, ISBN 3-411-14811-X.
* Willi-Hans Steeb: ''Kronecker Product of Matrices and Applications''. B.I. Wissenschaftsverlag, Mannheim 1991, ISBN 3-411-14811-X.
== Siehe auch ==
* [[Gell-Mann-Matrizen]]


== Weblinks ==
== Weblinks ==
* {{MathWorld|title=Pauli Matrices|urlname=PauliMatrices}}
* {{MathWorld |id=PauliMatrices |title=Pauli Matrices}}


== Einzelnachweise und Kommentare ==
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==
<references />
<references />


{{SORTIERUNG:PauliMatrizen}}
{{SORTIERUNG:PauliMatrizen}}
[[Kategorie:Darstellungstheorie von Gruppen]]
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[[Kategorie:Quantenphysik]]
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[[Kategorie:Matrix]]
[[Kategorie:Matrix]]

Aktuelle Version vom 10. Oktober 2021, 21:12 Uhr

Die Pauli-Matrizen σ1,σ2,σ3 (nach Wolfgang Pauli) sind spezielle komplexe hermitesche 2×2-Matrizen. Zusammen mit der 2×2-Einheitsmatrix, die in diesem Zusammenhang mit σ0 bezeichnet wird, bilden sie sowohl eine Basis des 4-dimensionalen reellen Vektorraums aller komplexen hermiteschen 2×2-Matrizen als auch eine Basis des 4-dimensionalen komplexen Vektorraums aller komplexen 2×2-Matrizen.

Sie wurden von Wolfgang Pauli 1927 zur Beschreibung des Spins eingeführt,[1] waren in der Mathematik aber auch schon vorher bekannt.

Definition

Die Pauli-Matrizen lauten ursprünglich:

σ1=(0110),σ2=(0ii0),σ3=(1001).

Hierbei bezeichnet i die imaginäre Einheit. Die Matrizen wurden ursprünglich in der Quantenmechanik eingeführt, um die grundlegenden Kommutationsregeln der Komponenten des Spin-Operators zu erfüllen (siehe unten). Häufig wird, besonders in der relativistischen Quantenmechanik, noch die Einheitsmatrix als nullte Paulimatrix dazugenommen:

σ0=(1001).

Multiplikation

Für die Multiplikation einer Pauli-Matrix mit einer anderen Pauli-Matrix ergibt sich aus den Rechenregeln der Matrixmultiplikation folgende Tafel:

σ0 σ1 σ2 σ3
σ0 σ0 σ1 σ2 σ3
σ1 σ1 σ0 iσ3 iσ2
σ2 σ2 iσ3 σ0 iσ1
σ3 σ3 iσ2 iσ1 σ0

Das Produkt σiσj befindet sich in der mit σi gekennzeichneten Zeile und der mit σj gekennzeichneten Spalte. Das Beispiel σ2σ1=iσ3 zeigt, dass die Pauli-Matrizen mit der Matrixmultiplikation als Verknüpfung keine Gruppe bilden.

Die von ihnen erzeugte Gruppe hat den Namen G1610.[2] Sie enthält das Element σ1σ2σ3=iσ0=(i00i), welches im Zentrum liegt, also mit allen Elementen kommutiert. Die Gruppe G1610 besteht somit aus den 16 Elementen ijσk(j,k=0,1,2,3). Sie enthält die Quaternionengruppe Q8 als Normalteiler (siehe Die Quaternionen als Unterring von C4 und Liste kleiner Gruppen), woraus sich G1610Q8{σ0,σ1} ergibt. Der Zykel-Graph ist Zykel-Graph der von den Pauli-Matrizen gebildeten Gruppe.[3]

Dekomposition von Matrizen

Gegeben sei eine komplexe 2×2-Matrix 𝐀 mit den Elementen {aij | i,j{0,1},aij}. Dann lassen sich komplexe Zahlen {zi | i{0,1,2,3},zi} finden, für die gilt:

     𝐀 =(a00a01a10a11)=(z0+z3z1iz2z1+iz2z0z3)
=z0(1001) +z1(0110) +z2(0ii0) +z3(1001)
=z0σ0 +z1σ1 +z2σ2 +z3σ3.

Es gelten die Umrechnungen:

a00=z0+z3,a01=z1iz2,a10=z1+iz2,a11=z0z3,

bzw.:

z0=a00+a112,z1=a01+a102,z2=ia01a102,z3=a00a112.

Eine komplexe 2×2-Matrix kann demnach als Linearkombination der σi geschrieben werden, und diese Darstellung ist eindeutig. Die Pauli-Matrizen bilden also eine Basis des -Vektorraums (und Matrizenrings) 2×2, und diese Basis ist eine orthogonale unter dem Frobenius-Skalarprodukt.

Die Umrechnungen definieren einen Ringisomorphismus

2×24

mit der üblichen Vektoraddition, der üblichen -Skalarmultiplikation und der Vektor-Multiplikation

     (x0,x1,x2,x3)(y0,y1,y2,y3):=( x0y0+x1y1+x2y2+x3y3,
x0y1+x1y0+ix2y3ix3y2,
x0y2ix1y3+x2y0+ix3y1,
x0y3+ix1y2ix2y1+x3y0)

in 4. Zwei Vektoren sind genau dann miteinander vertauschbar, wenn

x2y3x3y2=|x2x3y2y3|=0x3y1x1y3=|x3x1y3y1|=0x1y2x2y1=|x1x2y1y2|=0,

wenn also die Vektorteile (x1,x2,x3) und (y1,y2,y3) -linear voneinander abhängen.

Die inverse Matrix von 𝐀=z0σ0+z1σ1+z2σ2+z3σ3 berechnet sich im Fall von z02z12z22z320 hieraus zu

𝐀1=z0σ0z1σ1z2σ2z3σ3z02z12z22z32.

Hermitesche 2×2-Matrizen

Die Teilmenge der hermiteschen 2×2-Matrizen, also der Matrizen 𝐀 mit

𝐀=𝐀T,

ist ein -Untervektorraum, für den die Pauli-Matrizen ebenfalls eine Basis bilden, die Koeffizienten zi sind aber reell. Anders gesagt: es gibt bei hermiteschen 2×2-Matrizen vier (reelle) freie Parameter, da a00 und a11 reell sind und a01=a10.

Das Produkt zweier hermitescher Matrizen ist hermitesch, wenn sie kommutieren. Der Untervektorraum ist also kein (Unter)ring.

Die Quaternionen als Unterring von C4

(Unter)ring ist aber ein anderer Untervektorraum von 4, der sich durch Koeffizienten z0, z1i, z2i, z3i von (σ0,σ1,σ2,σ3) aufspannen lässt. Er ist ebenfalls mit der -Skalarmultiplikation verträglich und zusätzlich hinsichtlich der Multiplikation abgeschlossen. Dieser -Untervektorraum ist isomorph zu den Quaternionen .

Als Basis für reelle Koeffizienten kann man die mit der imaginären Einheit multiplizierten Pauli-Matrizen zusammen mit der Einheitsmatrix nehmen, also die Menge {σ0,iσ1,iσ2,iσ3}, mit der isomorphen Zuordnung:

1σ0,iiσ1,jiσ2,kiσ3,

mit i,j,k als den bekannten Einheitsquaternionen. Vor diese Zuordnung lässt sich jeder der 24 Automorphismen der Quaternionengruppe Q8 schalten. So kann auch ein Isomorphismus „in umgekehrter Ordnung“ gebaut werden:[4]

1σ0,i+iσ3,j+iσ2,k+iσ1.

Anwendung

In der Quantenphysik, in der den physikalischen Observablen auf mathematischer Seite hermitesche Operatoren bzw. Matrizen entsprechen, wird der Drehimpulsoperator S^i, i{1,2,3} von Spin-½-Zuständen, beispielsweise bei Elektronen, durch die Paulimatrizen dargestellt:

S^i2σi,

wobei „wird dargestellt durch“ bedeutet.

In der relativistischen Quantenmechanik, wo man entsprechend dem relativistischen Vierervektor Formalismus vier Raum-Zeit bzw. Energie-Impuls Variablen hat, tritt die Einheitsmatrix gleichberechtigt zu den drei Pauli-Matrizen (als „nullte“ Pauli-Matrix) und es wird mit ihrer Hilfe die Dirac-Gleichung mit den Dirac-Matrizen aufgebaut.

Direkt tauchen die Pauli-Matrizen in der Pauli-Gleichung zur quantenmechanischen Beschreibung von Teilchen mit Spin im Magnetfeld auf, die sich aus der nichtrelativistischen Reduktion der Diracgleichung ergibt, und in der Beschreibung von Majorana-Fermionen (Majorana-Gleichung).

Darstellung

Die Pauli-Matrizen können neben der Darstellung als Matrizen mit Hilfe der Dirac-Notation dargestellt werden: Dabei können für die Linearkombination entweder die Standard-Basisvektoren oder die Eigenvektoren der Pauli-Matrizen verwendet werden.

Pauli-Matrix Matrix Linearkombination (Standard-Basisvektoren) Linearkombination (Eigenvektoren)
σ1=σx (0110) |01|+|10| |++|||
σ2=σy (0ii0) i(|10||01|) |ϕ+ϕ+||ϕϕ|
σ3=σz (1001) |00||11| |00||11|

Die verwendeten Vektoren sind wie folgt definiert, wobei die verwendeten Kets durch Vektoren des 2 dargestellt werden, was durch „“ gekennzeichnet ist:

|0=|sz+ (10) |1=|sz (01)
|+ 12(11) | 12(11)
|ϕ+ 12(1i) |ϕ 12(1i).

Eigenschaften

Die Pauli-Matrizen sind hermitesch und unitär. Daraus folgt mit dem durch σ0:=(1001) definierten vierten Basiselement

σ12=σ22=σ32=σ02=σ0.

Die Determinanten und Spuren der Pauli-Matrizen sind

detσi=1trσi=0   für i=1,2,3.

Aus Obigem folgt, dass jede Pauli-Matrix σi die Eigenwerte +1 und −1 besitzt.

Des Weiteren:

σ1σ2σ3=iσ0.

Die Pauli-Matrizen erfüllen die algebraische Relation

σiσj=δijσ0+ik=13ϵijkσk   für i,j=1,2,3

(ϵijk ist das Levi-Civita-Symbol), also insbesondere bis auf einen Faktor 2 dieselben Relationen wie die Drehimpulsalgebra

[σi,σj]=σiσjσjσi=2ik=13ϵijkσk   für i,j=1,2,3.

und die Clifford- oder Dirac-Algebra Cl(0,3,)

{σi,σj}=σiσj+σjσi=2δijσ0   für i,j=1,2,3.

Die Pauli-Matrizen gehören zum Spezialfall l=1/2 von Drehimpulsoperatoren, die auf Basisvektoren Λm eines Drehimpuls-l-Multipletts mit Quantenzahlen m in Maßsystemen mit =1 folgendermaßen wirken:

L3Λm=mΛm, m{l,l+1,,l},
L+Λm=(lm)(l+m+1)Λm+1,
LΛm=(l+m)(lm+1)Λm1.

Dabei ist 2l+1 eine natürliche Zahl und für m treten die 2l+1 verschiedenen Quantenzahlen m=l,l+1,,l auf. Für l=1/2 wirken die Drehimpulsoperatoren auf die Komponenten von Linearkombinationen der beiden Basisvektoren Λ1/2 und Λ1/2 demnach durch Multiplikation mit den folgenden Matrizen

L3=12(1001),L+=(0100),L=(0010).

Mit L1=12(L++L) und L2=12i(L+L) ergibt sich dann, dass die Drehimpulsoperatoren auf die Komponenten von Spin-1/2-Zuständen durch Multiplikation mit den halben Pauli-Matrizen wirken.

Zugeordnete Drehgruppe, Zusammenhang mit Spin-1/2-Systemen

Die lineare Hülle der mit i multiplizierten[5] Pauli-Matrizen iσ1,iσ2,iσ3 ist mit der üblichen Matrizenmultiplikation eine Lie-Algebra. Aufgrund der mit nσ=n1σ1+n2σ2+n3σ3 für jeden Einheitsvektor n3 geltenden Identität[6]

exp(iα2nσ)=σ0cosα2i(nσ)sinα2

sind diese drei Matrizen die Generatoren der komplexen Drehgruppe SU(2).

Der Faktor 1/2 in der obigen Gleichung ist zwar mathematisch verzichtbar. Die Gleichung wird jedoch in der physikalischen Anwendung häufig in genau dieser Form benötigt. Denn (wie in der Einleitung erwähnt) stellen in der Quantenphysik die Matrizen Si=2σi die Operatoren für die Spinkomponenten eines Spin-1/2-Systems (beispielsweise eines Elektrons) dar. Andererseits beschreibt die durch den Exponentialausdruck gegebene Matrix die Veränderung des Spinzustands bei einer räumlichen Drehung. α ist dabei der Drehwinkel, n die Drehachse. Für α=2π ergibt sich exp(iπnσ)=σ0; d. h. der Zustandsvektor eines Spin-1/2-Systems wird durch Drehung um den Winkel 2π in sein Negatives und erst durch Drehung um den Winkel 4π wieder in sich selbst übergeführt („Spinordrehungen“).

Eigenvektoren

Die Matrix σ3 hat die Eigenvektoren

χ31=(10),χ32=(01)

wie man leicht erkennen kann:

σ3χ31=(1001)(10)=(10),σ3χ32=(1001)(01)=(01)=1(01)

entsprechend den Eigenwerten ±1. Die Eigenvektoren von σ1 sind

χ11=(11),χ12=(11):
σ1χ11=(0110)(11)=(11),σ1χ12=(0110)(11)=(11)=1(11)

und die Eigenvektoren von σ2

χ21=(1i),χ22=(i1):
σ2χ21=(0ii0)(1i)=(1i),σ2χ22=(0ii0)(i1)=(i1)=1(i1).

Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen

In der Mathematik können mit Hilfe des Tensorprodukts (Kronecker-Produkts) von Pauli-Matrizen (mit Einheitsmatrix) die Darstellungen der höheren Clifford-Algebren über den reellen Zahlen aufgebaut werden.

Pauli-Matrizen können zur Darstellung von Hamilton-Operatoren und zur Näherung der Exponentialfunktion solcher Operatoren verwendet werden. Sind σ0,σ1,σ2,σ3 die vier Pauli-Matrizen, so kann man mit Hilfe des Kronecker-Produkt höherdimensionale Matrizen erzeugen.

p:=σμ1σμ2...σμn;μ1,μ2,...,μn{0,1,2,3};n

Eigenschaften der Pauli-Matrizen vererben sich auf diese Matrizen. Sind p1 und p2 zwei Kronecker Produkte von Pauli-Matrizen, so gilt:

  • p1,p2 sind 2n×2n Matrizen
  • p12=p22=1 (Die 2n×2n Einheitsmatrix)
  • p1p2=p2p1 oder p1p2=p2p1 (Kommutativität)
  • Spurσμ1σμ2...σμn=2nδμ1,0δμ2,0...δμn,0
  • Die Kronecker-Produkte von Pauli-Matrizen sind linear unabhängig und bilden eine Basis im Vektorraum der 2n×2n-Matrizen. Hamilton-Operatoren H vieler physikalischer Modelle lassen sich aufgrund der Basiseigenschaft als Summe solcher Matrizen ausdrücken (Linearkombination). Insbesondere lassen sich Erzeuger und Vernichter von Fermionen, die endlich viele Zustände einnehmen können, einfach durch sie ausdrücken.
H=k=0Nhkpk mit N,hk,pk ist Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen.

Beispiele für derartige Modelle sind Hubbard-Modell, Heisenberg-Modell und Anderson-Modell.

Das Kronecker-Produkt von Pauli-Matrizen tritt bei der Beschreibung von Spin-1/2-Systemen auf, die aus mehreren Teilsystemen aufgebaut sind. Der Zusammenhang ist dadurch gegeben, dass das Tensorprodukt zweier Operatoren in der zugehörigen Matrixdarstellung gerade durch das Kronecker-Produkt der Matrizen gegeben ist (siehe Kronecker-Produkt#Zusammenhang mit Tensorprodukten).

Näherung der Exponentialfunktion des Hamilton-Operators

Häufig interessiert man sich für die Exponentialfunktion des Hamilton-Operators.

exp{βH}=l=0(β)ll!(k=0Nhkpk)l   mit   β

Aufgrund der Kommutativität kann man in einem Produkt die Matrizen beliebig anordnen. Ist π eine Permutation, so ist:

pπ1pπ2...pπn=ap1p2...pn   mit   n,a{1,1}

Deshalb existieren rationale Zahlen Ek1k2...kN mit:

exp{βH}=k1=0k2=0...kN=0Ek1k2...kN(βh1)k1(βh2)k2...(βhN)kNp1k1p2k2...pNkN

Diese rationalen Zahlen sind, von Ausnahmen abgesehen, schwer zu berechnen.

Eine erste Näherung ergibt sich, indem man nur Summanden berücksichtigt, die aus kommutierenden Matrizen bestehen.

Ek1k2...kN=0 falls ein Paar 1a,bN mit papb=pbpa und ka,kb>0 existiert
Ek1k2...kN=1k1!1k2!...1kN! sonst

Die Näherung lässt sich weiter verbessern, indem man Paare, Tripel, … von nicht kommutierenden Matrizen berücksichtigt.

Siehe auch

Literatur

  • Willi-Hans Steeb: Kronecker Product of Matrices and Applications. B.I. Wissenschaftsverlag, Mannheim 1991, ISBN 3-411-14811-X.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Wolfgang Pauli: Zur Quantenmechanik des magnetischen Elektrons. In: Zeitschrift für Physik, Band 43, 1927, S. 601
  2. Nummerierung nach The Small Groups library. zitiert nach R. J. Mathar: Zykel-Graphen Plots endlicher Gruppen bis zur Ordnung 36. 2014.
  3. R. J. Mathar: Zykel-Graphen Plots endlicher Gruppen bis zur Ordnung 36. 2014.
  4. Mikio Nakahara: Geometry, topology, and physics. CRC Press, 2003, S. xxii ff. (Google Books).
  5. Durch die Multiplikation mit ±i entstehen aus hermiteschen Matrizen schiefhermitesche Matrizen. Eine Darstellung mit Hilfe von Hermiteschen Operatoren und Matrizen wird von Physikern bevorzugt, weil in der Quantenmechanik messbare Größen (sog. Observablen) stets durch Hermitesche Operatoren beschrieben werden.
  6. Charles Misner, Kip S. Thorne, John. A. Wheeler: Gravitation. W. H. Freeman, San Francisco 1973, ISBN 0-7167-0344-0, S. 1142