Phasengitter: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Phasengitter''' sind optische [[Optisches Gitter|Beugungsgitter]] welche die Phase der durchlaufenden Lichtwelle beeinflussen. Ideale Phasengitter sind vollständig durchsichtig, an den Gitterstegen wird das Licht aufgrund des [[Brechungsindex]]es des Materials verzögert. Varianten: | '''Phasengitter''' sind optische [[Optisches Gitter|Beugungsgitter]], welche die Phase der durchlaufenden Lichtwelle beeinflussen. Ideale Phasengitter sind vollständig durchsichtig, an den Gitterstegen wird das Licht aufgrund des [[Brechungsindex]]es des Materials verzögert. Varianten: | ||
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* Für bessere Ergebnisse stellt man hinter das Gitter eine (Sammel-) | * Für bessere Ergebnisse stellt man hinter das Gitter eine (Sammel-)[[Linse (Optik)|Linse]] und in den Brennpunkt der Linse einen Beobachtungsschirm. Die Linse gruppiert dann Lichtstrahlen nach ihrem Ablenkwinkel. Das benötigt einen hinreichend parallelen Lichtstrahl, erlaubt aber breitere Strahlen und gröbere Gitter. | ||
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* Energie: Die Lichtstärke bleibt voll erhalten. | * Energie: Die Lichtstärke bleibt voll erhalten. | ||
* Fertigung: Phasengitter können z.B. aus einer stehenden Welle (Ultraschall, Licht) bestehen. Die Welle modifiziert den Brechungsindex des Mediums. Ein Beispiel sind [[Akustooptischer Modulator]]en. | * Fertigung: Phasengitter können z. B. aus einer stehenden Welle (Ultraschall, Licht) bestehen. Die Welle modifiziert den Brechungsindex des Mediums. Ein Beispiel sind [[Akustooptischer Modulator|Akustooptische Modulator]]en. | ||
* Röntgen: Röntgenstrahlen werden von keinem Material perfekt absorbiert. Deshalb sind die Stege in Amplitudengittern niemals perfekt absorbierend. Phasengitter dagegen lassen sich gut fertigen<ref> | * Röntgen: Röntgenstrahlen werden von keinem Material perfekt absorbiert. Deshalb sind die Stege in Amplitudengittern niemals perfekt absorbierend. Phasengitter dagegen lassen sich gut fertigen<ref>{{Webarchiv|url=http://www.imt.kit.edu/236.php |wayback=20120205131415 |text=KIT Institut für Mikrostrukturtechnik |archiv-bot=2019-05-07 06:38:13 InternetArchiveBot }}, Stichwort "Röntgenoptik", Abschnitt Röntgengitter</ref>. | ||
== Auslegung == | == Auslegung == | ||
Aktuelle Version vom 29. September 2021, 10:57 Uhr
Phasengitter sind optische Beugungsgitter, welche die Phase der durchlaufenden Lichtwelle beeinflussen. Ideale Phasengitter sind vollständig durchsichtig, an den Gitterstegen wird das Licht aufgrund des Brechungsindexes des Materials verzögert. Varianten:
- Material ist an Stegen dicker oder hat einen geänderten Brechungsindex
- Übergänge zwischen Stegen und Spalte sind sprunghaft oder fließend
- Gitter ist durchsichtig (Transmissionsgitter) oder reflektiert (Reflexionsgitter)
Eine Verzögerung um beispielsweise eine halbe Wellenlänge entspricht 180° Phasenverschiebung.
Wirkung
Phasengitter sind durchsichtig und deshalb nicht gut sichtbar. Die Beugung (wie an jedem optischem Gitter) kann jedoch ausgenutzt werden:
- Ein dünner monochromatischer Laserstrahl wird in mehrere Richtungen aufgeteilt.
- Für bessere Ergebnisse stellt man hinter das Gitter eine (Sammel-)Linse und in den Brennpunkt der Linse einen Beobachtungsschirm. Die Linse gruppiert dann Lichtstrahlen nach ihrem Ablenkwinkel. Das benötigt einen hinreichend parallelen Lichtstrahl, erlaubt aber breitere Strahlen und gröbere Gitter.
- Bei sehr groben Gittern können die geringen Ablenkwinkel mit dem Talbot-Effekt dargestellt werden.
Anwendung
Phasengitter können gegenüber Amplitudengittern diese Vorteile haben:
- Energie: Die Lichtstärke bleibt voll erhalten.
- Fertigung: Phasengitter können z. B. aus einer stehenden Welle (Ultraschall, Licht) bestehen. Die Welle modifiziert den Brechungsindex des Mediums. Ein Beispiel sind Akustooptische Modulatoren.
- Röntgen: Röntgenstrahlen werden von keinem Material perfekt absorbiert. Deshalb sind die Stege in Amplitudengittern niemals perfekt absorbierend. Phasengitter dagegen lassen sich gut fertigen[1].
Auslegung
Phasengitter können beispielsweise darauf ausgelegt sein, Licht einer vorgegebenen Wellenlänge um eine halbe Wellenlänge zu verzögern. Hat das Material des Gitters den Brechungsindex , so müssen die Stege des Gitters höher sein um
Haben die "Stege" des Gitters einen um höheren Brechungsindex als die "Spalten" des Gitters, so beträgt die Höhe des Gitters .
Herleitung: Durch das Material ändert sich die Frequenz des Lichts nicht gegenüber dem Vakuum. Wegen der auf reduzierten Phasengeschwindigkeit des Lichts sinkt die Wellenlänge ( ) im Material auf . Damit ergibt sich die Bedingung:
- .
Einzelnachweise
- ↑ KIT Institut für Mikrostrukturtechnik (Memento des Originals vom 5. Februar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Stichwort "Röntgenoptik", Abschnitt Röntgengitter