Advanced Composition Explorer

Advanced Composition Explorer

Raumsonde ACE bei Tests
NSSDC ID 1997-045A
Missions­ziel L1Vorlage:Infobox Sonde/Wartung/Missionsziel
Betreiber National Aeronautics and Space Administration NASAVorlage:Infobox Sonde/Wartung/Betreiber
Träger­rakete Delta II 7920-8 D-247Vorlage:Infobox Sonde/Wartung/Traegerrakete
Aufbau
Startmasse 752 kgVorlage:Infobox Sonde/Wartung/Startmasse
Instrumente
Vorlage:Infobox Sonde/Wartung/Instrumente

CRIS, SIS, ULEIS, SEPICA, SWIMS, SWICS, EPAM, SWEPAM, MAG

Verlauf der Mission
Startdatum 25. August 1997, 14:39 UTCVorlage:Infobox Sonde/Wartung/Startdatum
Startrampe Cape Canaveral AFS, LC-17AVorlage:Infobox Sonde/Wartung/Startrampe
Vorlage:Infobox Sonde/Wartung/Verlauf
 
25.08.1997 Start
 
21.01.1998 Erreichen des L1-Punktes
 
voraussichtlich 2024 Ende der Mission

Der Advanced Composition Explorer kurz ACE ist der Name einer Raumsonde der NASA, die am 25. August 1997 gestartet worden ist. ACE wurde im Rahmen des Explorer-Programms realisiert und trägt daher auch den Namen Explorer 71.

Mission

Ziel der 752 kg schweren Sonde ist die Analyse von solaren, interplanetaren, interstellaren und kosmischen Partikeln an der Grenze des Erdschwerefeldes nahe dem Lagrange-Punkt L1. Das interplanetare Magnetfeld (magnetic field) mit den Vektoren Bx, By, Bz (Bz-Wert) mit dem Summenvektor Bt[1] und auch der Sonnenwind mit Geschwindigkeit (speed) und Dichte (englisch "density", orange Skala) wird gemessen und für kurze Zeit über ein Intervall von 7 Tagen aufgezeichnet (siehe Weblink). Sie wurde mit einer Delta II 7920-8 gestartet und in einer Umlaufbahn um L1 positioniert, in der sie wahrscheinlich bis ca. 2024 arbeiten kann. Trotz Störungen eines Instruments ist die Sonde weiterhin aktiv.

Seit 2015 umkreist der Nachfolger DSCOVR ebenfalls L1. Beide sollen vorläufig parallel in Betrieb bleiben.

Beschreibung

ACE ist eine Raumsonde mit einem Hauptkörper von 1,6 m Durchmesser und 1 m Höhe. Dieser ist achteckig. Insgesamt vier Solarzellenpaddel sind an ihm befestigt: an jeder zweiten Seite eines. Zwei gegenüberliegende Paddel tragen außerdem an ihren Enden Stäbe mit Magnetometern. Die Solarzellenpaddel sind mit Silicium-Solarzellen belegt, die zur Strahlenabschirmung mit Quarz bedeckt sind. Sie sollten am Ende der fünfjährigen Primärmission (2002) noch 440 Watt erzeugen, das sind mehr als die 425 Watt, die ACE maximal verbraucht. Mit ausgefahrenen Solarzellenpaddeln und Magnetometer hat ACE ca. 8,3 m Durchmesser. ACE hatte ein Startgewicht von 785 kg und 189 kg Hydrazin als Treibstoff an Bord. ACE rotiert zur Spinstabilisierung mit fünf Umdrehungen pro Minute. Die Achse ist entlang der Linie Erde-Sonne ausgerichtet. ACE besitzt zwei Kommunikationssysteme, die im S-Band arbeiten.

ACEs Bahn
ACE at L1.png
ACE parts.png Advanced Composition Explorer launch.jpg
Aufbau der Raumsonde Start der Mission

Weblinks

Commons: ACE – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Interplanetares Magnetfeld, Arbeitskreis Meteore, abgerufen am 29. August 2018.

Die News der letzten Tage

21.11.2022
Galaxien | Schwarze Löcher | Teleskope
Schärfster Blick in den Kern eines Quasars
Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern präsentiert neue Beobachtungen des ersten jemals identifizierten Quasars.
22.11.2022
Festkörperphysik | Physikdidaktik
Chemielehrbücher: Es gibt keine Kohlensäure - Falsch!
Die Existenz von Kohlensäure war in der Wissenschaft lange umstritten: theoretisch existent, praktisch kaum nachweisbar, denn an der Erdoberfläche zerfällt die Verbindung.
21.11.2022
Quantenphysik
Ein Quant als Winkel
Die Feinstrukturkonstante ist eine der wichtigsten Naturkonstanten überhaupt: In Wien fand man nun eine bemerkenswerte neue Art, sie zu messen – nämlich als Drehwinkel.
21.11.2022
Akustik | Quantenoptik
Akustische Quantentechnologie: Lichtquanten mit Höchstgeschwindigkeit sortiert
Einem deutsch-spanischen Forscherteam ist es gelungen einzelne Lichtquanten mit höchster Präzision zu kontrollieren.
18.11.2022
Schwarze Löcher | Relativitätstheorie
Rekonstruktion eines ungewöhnlichen Gravitationswellensignals
Ein Forschungsteam aus Jena und Turin (Italien) hat die Entstehung eines ungewöhnlichen Gravitationswellensignals rekonstruiert.
18.11.2022
Thermodynamik | Festkörperphysik
Bläschenbildung: Siedeprozess deutlich genauer als bisher beschrieben
Siedet eine Flüssigkeit in einem Gefäß, bilden sich am Boden winzige Dampfbläschen, die aufsteigen und Wärme mit sich nehmen.
15.11.2022
Sterne | Planeten | Atomphysik | Quantenphysik
Neues vom Wasserstoff: Erkenntnisse über Planeten und Sterne
Mit einer auf Zufallszahlen basierenden Simulationsmethode konnten Wissenschaftler die Eigenschaften von warmem dichten Wasserstoff so genau wie nie zuvor beschreiben.
15.11.2022
Sterne | Kernphysik
Kosmische Schokopralinen: Innerer Aufbau von Neutronensternen enthüllt
Mit Hilfe einer riesigen Anzahl von numerischen Modellrechnungen ist es Physikern gelungen, allgemeine Erkenntnisse über die extrem dichte innere Struktur von Neutronensternen zu erlangen.
15.11.2022
Thermodynamik
Neue Aspekte der Oberflächenbenetzung
Wenn eine Oberfläche nass wird, spielt dabei auch die Zusammensetzung der Flüssigkeit eine Rolle.