Lunik-Mission

Lunik 2

Mit Lunik werden in westlichen Quellen die sowjetischen Mondsonden der ersten Serie bezeichnet, in Anlehnung an den Namen des ersten künstlichen Erdsatelliten, Sputnik. Drei der neun Sonden erreichten den Mond, die anderen schlugen fehl.

In den offiziellen sowjetischen Medien tragen die drei erfolgreichen Sonden, die im Westen mit Lunik 1 bis Lunik 3 bezeichnet werden, die unten angegebenen (übersetzten) Namen.

  • Lunik 1958A – am 23. September 1958 durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 1958B – am 12. Oktober 1958 durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 1958C – am 4. Dezember 1958 durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 1 („Kosmische Rakete“) – schwenkte im Januar 1959 nach einem Vorbeiflug am Mond fehlerhaft in einen Sonnenorbit ein, lieferte aber dennoch nützliche Strahlungsmesswerte zur Analyse des irdischen Strahlungsgürtels und bestätigte die Existenz des Sonnenwindes.
  • Lunik 1959A – am 18. Juni 1959 durch Raketenexplosion zerstört
  • Lunik 2 („Sowjetische Kosmische Rakete 2“) – war der erste künstliche Flugkörper, der gezielt auf der Mondoberfläche aufschlug, am 13. September 1959.
  • Lunik 3 („Automatische Interplanetare Station“) – fotografierte im Oktober 1959 zum ersten Mal die Rückseite des Mondes.
  • Lunik 1960A – am 15. April 1960, erreichte nicht die notwendige Fluchtgeschwindigkeit zum Verlassen der Erde, fiel zurück und verglühte in der Erdatmosphäre
  • Lunik 1960B – am 19. April 1960 durch Raketenexplosion zerstört

Alle Namen der fehlgeschlagenen Sonden sind fiktive Katalogbezeichnungen, denn eingestanden wurden diese Fehlschläge durch die UdSSR nie. Vorgesehen waren für Lunik 1958–59 jeweils Aufschläge auf die Mondoberfläche wie bei Lunik 2, für die beiden Lunik-Missionen im Jahr 1960 die Umkreisung wie bei Lunik 3.

Die nachfolgenden Mondsonden der zweiten Serie wurden Luna (russ: Mond) genannt.

Siehe auch

Weblinks

Die News der letzten Tage

22.11.2022
Exoplaneten | Teleskope
Weltraumteleskop JWST: Neues von den Atmospären von Exoplaneten
Beobachtungen des Exoplaneten WASP-39b mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) haben eine Fülle von Informationen über die Atmosphäre des Planeten geliefert.
21.11.2022
Galaxien | Schwarze Löcher | Teleskope
Schärfster Blick in den Kern eines Quasars
Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern präsentiert neue Beobachtungen des ersten jemals identifizierten Quasars.
22.11.2022
Festkörperphysik | Physikdidaktik
Chemielehrbücher: Es gibt keine Kohlensäure - Falsch!
Die Existenz von Kohlensäure war in der Wissenschaft lange umstritten: theoretisch existent, praktisch kaum nachweisbar, denn an der Erdoberfläche zerfällt die Verbindung.
21.11.2022
Quantenphysik
Ein Quant als Winkel
Die Feinstrukturkonstante ist eine der wichtigsten Naturkonstanten überhaupt: In Wien fand man nun eine bemerkenswerte neue Art, sie zu messen – nämlich als Drehwinkel.
21.11.2022
Akustik | Quantenoptik
Akustische Quantentechnologie: Lichtquanten mit Höchstgeschwindigkeit sortiert
Einem deutsch-spanischen Forscherteam ist es gelungen einzelne Lichtquanten mit höchster Präzision zu kontrollieren.
18.11.2022
Schwarze Löcher | Relativitätstheorie
Rekonstruktion eines ungewöhnlichen Gravitationswellensignals
Ein Forschungsteam aus Jena und Turin (Italien) hat die Entstehung eines ungewöhnlichen Gravitationswellensignals rekonstruiert.
18.11.2022
Thermodynamik | Festkörperphysik
Bläschenbildung: Siedeprozess deutlich genauer als bisher beschrieben
Siedet eine Flüssigkeit in einem Gefäß, bilden sich am Boden winzige Dampfbläschen, die aufsteigen und Wärme mit sich nehmen.
15.11.2022
Sterne | Planeten | Atomphysik | Quantenphysik
Neues vom Wasserstoff: Erkenntnisse über Planeten und Sterne
Mit einer auf Zufallszahlen basierenden Simulationsmethode konnten Wissenschaftler die Eigenschaften von warmem dichten Wasserstoff so genau wie nie zuvor beschreiben.